APA-OTS Politikportalanalyse: FPÖ-Wahlkampfstil im Kreuzfeuer der Kritik

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (22. bis 28. Mai 2009) steht erneut FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache an erster Position. Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf belegt Rang zwei, Bundeskanzler Werner Faymann folgt auf Rang drei.

Der EU-Wahlkampf der FPÖ sorgt für Schlagzeilen in der innenpolitischen Berichterstattung der österreichischen Tageszeitungen. FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache (Rang eins, 580 Nennungen) erntet harsche Kritik, nachdem er bei einer Demonstration gegen ein islamisches Gebetshaus das Kreuz als politisches Symbol verwendet hat. Neben kirchlichen Würdenträgern wie Kardinal Christoph Schönborn, der sich vehement gegen einen Missbrauch des Kreuzes als "Kampfsymbol" ausgesprochen haben, üben auch Bundespräsident Heinz Fischer (Rang 26, 60 Nennungen) und Bundeskanzler Werner Faymann (Rang drei, 344 Nennungen) Kritik am Wahlkampfstil der FPÖ.

Auch die jüngsten Angriffe des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf (Neueinstieg, Rang zwei, 393 Nennungen) auf den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant sorgen für mediale Aufregung. SPÖ, ÖVP und Grüne verurteilen die Aussagen Grafs und eine Reihe von Politikern mit Bundeskanzler Faymann und Außenminister Michael Spindelegger (Neueinstieg auf Rang zwölf, 116 Nennungen) an der Spitze fordern Grafs Rücktritt. Graf selbst lehnt dies jedoch ab.

Rang vier im aktuellen Ranking belegt der EU-Spitzenkandidat der ÖVP, Ernst Strasser (251 Nennungen), der vor allem rund um die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei thematisiert wird. Strasser bekräftigt, dass er die Türkei für nicht EU-reif halte und fordert einen Verhandlungsstopp. Othmar Karas (Rang acht, 131 Nennungen) -zweiter auf der ÖVP-Liste - spricht sich hingegen für Verhandlungen mit der Türkei aus.

Auf Platz fünf positioniert sich Innenministerin Maria Fekter (Neueinstieg, Rang fünf, 211 Nennungen). Mediales Top-Thema Fekters ist die Verlängerung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres an der Ostgrenze, die Faymann als Maßnahme im Kampf gegen die Kriminalität verkündet hat. Sowohl Fekter als auch Verteidigungsminister Norbert Darabos (Rang 27, 56 Nennungen) stehen der Fortführung des BH-Grenzeinsatzes positiv gegenüber.

Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking:
Christian Faul, SPÖ (Rang 13, 113 Nennungen); Reinhold Mitterlehner, ÖVP (Rang 18, 91 Nennungen); Christoph Platzgummer, Liste für Innsbruck (Rang 21, 72 Nennungen); Eva Glawischnig-Piesczek, Grüne und Christoph Leitl, WKÖ (beide Rang 22, je 70 Nennungen); Peter Pilz, Grüne (Rang 25, 65 Nennungen) und Nikolaus Berlakovich, ÖVP (Rang 30, 50 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking neun Politikerinnen und Politiker der ÖVP und sieben der SPÖ. FPÖ, BZÖ und Grüne sind mit je drei Vertretern präsent.

Außerdem unter den Top-30: EU-Mandatar Hans-Peter Martin von der gleichnamigen Liste, Innsbrucks Vizebürgermeister Christoph Platzgummer (Liste für Innsbruck), Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, Bundespräsident Heinz Fischer und Ewald Nowotny, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

MediaWatch-Report Politik

Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag. Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs Spitzenpolitikerinnen und -politikern werden grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.

Fokus - Europawahl 2009

Anlässlich der Europawahl 2009 bietet der MediaWatch-Report Politik zusätzlich einen Analyse-Schwerpunkt und beleuchtet in den Ausgaben bis zur Wahl die Medienpräsenz der Spitzenkandidatinnen und -kandidaten.

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