• 29.05.2009, 12:22:03
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APA-OTS Politikportalanalyse: FPÖ-Wahlkampfstil im Kreuzfeuer der Kritik

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (22. bis 28. Mai
2009) steht erneut FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache an erster
Position. Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf belegt Rang
zwei, Bundeskanzler Werner Faymann folgt auf Rang drei.

Der EU-Wahlkampf der FPÖ sorgt für Schlagzeilen in der
innenpolitischen Berichterstattung der österreichischen
Tageszeitungen. FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache (Rang eins,
580 Nennungen) erntet harsche Kritik, nachdem er bei einer
Demonstration gegen ein islamisches Gebetshaus das Kreuz als
politisches Symbol verwendet hat. Neben kirchlichen Würdenträgern wie
Kardinal Christoph Schönborn, der sich vehement gegen einen
Missbrauch des Kreuzes als "Kampfsymbol" ausgesprochen haben, üben
auch Bundespräsident Heinz Fischer (Rang 26, 60 Nennungen) und
Bundeskanzler Werner Faymann (Rang drei, 344 Nennungen) Kritik am
Wahlkampfstil der FPÖ.

Auch die jüngsten Angriffe des Dritten Nationalratspräsidenten
Martin Graf (Neueinstieg, Rang zwei, 393 Nennungen) auf den
Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant sorgen
für mediale Aufregung. SPÖ, ÖVP und Grüne verurteilen die Aussagen
Grafs und eine Reihe von Politikern mit Bundeskanzler Faymann und
Außenminister Michael Spindelegger (Neueinstieg auf Rang zwölf, 116
Nennungen) an der Spitze fordern Grafs Rücktritt. Graf selbst lehnt
dies jedoch ab.

Rang vier im aktuellen Ranking belegt der EU-Spitzenkandidat der
ÖVP, Ernst Strasser (251 Nennungen), der vor allem rund um die
Beitrittsverhandlungen mit der Türkei thematisiert wird. Strasser
bekräftigt, dass er die Türkei für nicht EU-reif halte und fordert
einen Verhandlungsstopp. Othmar Karas (Rang acht, 131 Nennungen) -
zweiter auf der ÖVP-Liste - spricht sich hingegen für Verhandlungen
mit der Türkei aus.

Auf Platz fünf positioniert sich Innenministerin Maria Fekter
(Neueinstieg, Rang fünf, 211 Nennungen). Mediales Top-Thema Fekters
ist die Verlängerung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres an der
Ostgrenze, die Faymann als Maßnahme im Kampf gegen die Kriminalität
verkündet hat. Sowohl Fekter als auch Verteidigungsminister Norbert
Darabos (Rang 27, 56 Nennungen) stehen der Fortführung des
BH-Grenzeinsatzes positiv gegenüber.

Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking:
Christian Faul, SPÖ (Rang 13, 113 Nennungen); Reinhold Mitterlehner,
ÖVP (Rang 18, 91 Nennungen); Christoph Platzgummer, Liste für
Innsbruck (Rang 21, 72 Nennungen); Eva Glawischnig-Piesczek, Grüne
und Christoph Leitl, WKÖ (beide Rang 22, je 70 Nennungen); Peter
Pilz, Grüne (Rang 25, 65 Nennungen) und Nikolaus Berlakovich, ÖVP
(Rang 30, 50 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking neun Politikerinnen und
Politiker der ÖVP und sieben der SPÖ. FPÖ, BZÖ und Grüne sind mit je
drei Vertretern präsent.

Außerdem unter den Top-30: EU-Mandatar Hans-Peter Martin von der
gleichnamigen Liste, Innsbrucks Vizebürgermeister Christoph
Platzgummer (Liste für Innsbruck), Wirtschaftskammerpräsident
Christoph Leitl, Bundespräsident Heinz Fischer und Ewald Nowotny,
Gouverneur der Österreichischen Nationalbank.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

MediaWatch-Report Politik

Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag.
Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs
Spitzenpolitikerinnen und -politikern werden grafisch übersichtlich
aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut
analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale
politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen
Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben
Radio-Nachrichtensendungen.

Fokus - Europawahl 2009

Anlässlich der Europawahl 2009 bietet der MediaWatch-Report
Politik zusätzlich einen Analyse-Schwerpunkt und beleuchtet in den
Ausgaben bis zur Wahl die Medienpräsenz der Spitzenkandidatinnen und
-kandidaten.

Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen
Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform
APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter
www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter
[email protected] bezogen werden.

Rückfragehinweis:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
   Hannes Vorhofer 
   Geschäftsführer
   Tel.: +43 512 588 959-0
   E-Mail: [email protected]
   http://www.apa-mediawatch.at
   
   
   APA - Austria Presse Agentur 
   Barbara Rauchwarter 
   Leitung Marketing & Kommunikation
   Tel.: +43/1/360 60-5700 
   E-Mail: [email protected]
   http://www.apa.at

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