Wir gratulieren Runde Geburtstage im Juni

Wien (PK) - Im Juni feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete DI Dr. Peter KEPPELMÜLLER (S) - 65. Geburtstag am 7. Juni,

die ehemalige Abgeordnete Katharina STEINDL (S) - 65. Geburtstag am 8. Juni,

der ehemalige Bundesrat Oberstudienrat Mag. Prof. Gerhard TUSEK (V) -60. Geburtstag am 8. Juni,

die ehemalige Abgeordnete Sophie BAUER (S) - 70. Geburtstag am 9. Juni,

der Vizekanzler und Bundesminister a.D. sowie ehemalige Abgeordnete Dr. Alois MOCK (V) - 75. Geburtstag am 10. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Johann NEUMANN (V) - 80. Geburtstag am 10. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Hermann KRÖLL (V) - 70. Geburtstag am 11. Juni,

der Landeshauptmann a.D. und ehemalige Abgeordnete Dr. Christof ZERNATTO (V) - 60. Geburtstag am 11. Juni,

der ehemalige Abgeordnete DI Dr. Alois LEITNER (V) - 85. Geburtstag am 12. Juni,

der Abgeordnete Christian FAUL (S) - 60. Geburtstag am 14. Juni,

die ehemalige Abgeordnete Heidelore WÖRNDL (S) - 65. Geburtstag am 14. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Arnold GRABNER (S) - 70. Geburtstag am 15. Juni,

der ehemalige Abgeordnete und Bundesrat Ing. Erich SPINDELEGGER (V) -90. Geburtstag am 19. Juni,

die Bundesministerin und Volksanwältin a.D. sowie ehemalige Abgeordnete und Bundesrätin Prof. Dr. Christa KRAMMER (S) - 65. Geburtstag am 22. Juni,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Ewald NOWOTNY (S) - 65. Geburtstag am 28. Juni,

der ehemalige Bundesrat Leopold MANTLER (V) - 90. Geburtstag am 30. Juni.

Alois Mock 75

Am 10. Juni begeht der ehemalige Vizekanzler und Außenminister Dr. Alois MOCK den 75. Geburtstag. Geboren 1934 in Euratsfeld besuchte er dort die Volksschule, um sodann auf das Gymnasium in Amstetten zu wechseln. 1952 machte er im Gymnasium von Seitenstetten die Matura und begann im selben Jahr ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien, das er 1957 mit dem Doktortitel abschloss.

Schon ein Jahr später trat er in das Unterrichtsministerium ein, wo er zunächst für hochschulpolitische Fragen zuständig war. 1961 wechselte er mit dem Zuständigkeitsbereich EWG und EFTA-Fragen ins BKA, ehe er 1962 der österreichischen OECD-Vertretung in Paris zugeteilt wurde. 1966 schließlich wurde er Sekretär und Kabinettchef von Bundeskanzler Josef Klaus.

Parallel dazu vollzog sich sein politischer Aufstieg. Im Juni 1969 wurde Mock Unterrichtsminister, ein Jahr später übernahm er das Amt des Bürgermeisters von Euratsfeld. Wieder ein Jahr später wählte ihn der ÖAAB zu seinem Bundesobmann, ein Amt, welches er bis 1978 innehatte. Nach dem Ausscheiden aus dem Ministeramt übersiedelte Mock in den Nationalrat, wo er ab 1978 als Klubobmann seiner Fraktion wirkte. Als solcher löste er 1979 Josef Taus als Parteiobmann der ÖVP ab. Überdies wurde Mock in der Folge Präsident der EDU wie der IDU.

Bei den Nationalratswahlen 1986 führte Mock die ÖVP knapp an die SPÖ heran, die logische Konsequenz dieses Wahlausganges war die im Januar 1987 gebildete Große Koalition, in der Mock die Funktionen des Vizekanzlers und Außenministers übernahm. Nach 10 Jahren an der Spitze der ÖVP machte Mock 1989 Platz für Josef Riegler, der auch die Funktion des Vizekanzlers übernahm. Mock blieb jedoch Außenminister und war in dieser Funktion maßgeblich am Beitritt Österreichs zur EU beteiligt, leitete er doch jene österreichische Delegation, die im Frühjahr 1994 die Beitrittsintensivverhandlungen führte. Kurz, nachdem Österreich EU-Staat geworden war, zog sich Mock im Mai 1995 auf sein Nationalratsmandat zurück, das er bis zum 28. Oktober 1999 inne hatte. Obwohl damit aus der aktiven Politik ausgeschieden, beschäftigt er sich bis heute als elder statesman seiner Partei mit grundsätzlichen Fragen der Außenpolitik wie der Politik überhaupt.

Christa Krammer 65

Einen runden Geburtstag feiert auch die ehemalige Gesundheitsministerin Christa Krammer. Geboren am 22. Juni 1944 in Deutschkreutz, besuchte sie nach der Pflichtschule die Handelsakademie in Eisenstadt. Nach der Matura studierte sie Staatswissenschaften und schloss ihre Ausbildung 1972 mit dem Doktortitel ab. Nach einigen Jahren in der Zentralsparkasse des Landes Wien wurde sie 1976 Lehrerin an der HAK Oberpullendorf, wo sie von 1984 bis 1987 auch den Direktorenposten innehatte.

Bereits frühzeitig politisch engagiert, entsandte sie der Burgenländische Landtag im Oktober 1986 in den Bundesrat. Ende Oktober 1987 wechselte sie nach Eisenstadt zurück und trat in die Landesregierung des Burgenlandes ein, der sie bis März 1994 angehören sollte. In jenem Jahr ereilte sie der Ruf von Bundeskanzler Vranitzky, in dessen letzten Kabinetten sie als Gesundheitsministerin tätig war.

Vranitzkys Nachfolger Viktor Klima nahm Ende Januar 1997 eine umfangreiche Regierungsumbildung vor, in deren Zuge Krammer in den Nationalrat wechselte, dem sie als Abgeordnete bis zum 31. Dezember 1998 angehörte. Mit Wirkung vom 1. Januar 1999 übernahm sie das Amt einer Volksanwältin, welches sie bis zur regulären Neubesetzung der Volksanwaltschaft im Sommer 2001 ausfüllte.

Ewald Nowotny 65

Seinen 65. Geburtstag feiert auch Ewald Nowotny, der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank. Ein rundes Drittel dieser 65 Jahre, von 1978 bis 1999, war Nowotny Abgeordneter zum Nationalrat, zeitweise auch stellvertretender Klubobmann. 1985 bis 1999 war er zudem Vorsitzender des Finanzausschusses.

Am 28. Juni 1944 in Wien geboren, besuchte Nowotny in Wien Volksschule und Gymnasium und studierte, nach der 1962 abgelegten Reifeprüfung, an der Universität Wien Rechts- und Staatswissenschaften und wurde 1966 zum Doktor der Rechte promoviert. Nach zwei Jahren am Institut für Höhere Studien habilitierte sich Nowotny an der Universität Linz bei Prof. Rothschild im Fach Volkswirtschaftslehre, wo er von 1967 bis 1971 als Assistent und nach seiner Habilitation als Dozent wirkte. Nach einer Zeit als Scholar (1971 - 1972) an der amerikanischen Elite-Universität Harvard wurde Nowotny 1972 Professor für Finanzwissenschaft in Darmstadt und ein Jahr später Professor im gleichen Fach an der Universität Linz. Von dort wurde er 1982 an die Wirtschaftsuniversität Wien berufen, wo er bis 2008 tätig war, 2003 - 2004 auch als Vizerektor für Finanzen. Von 1973 bis 1978 war Nowotny Mitglied und zuletzt Präsident des Verwaltungsrats der Postsparkasse, ehe er Anfang 2006 als Troubleshooter an die Spitze der BAWAG berufen wurde. Seit September 2008 ist Ewald Nowotny Gouverneur der Notenbank, der er seit 2007 als Generalrat angehörte.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Ewald Nowotny für sozialdemokratische Politik. Ab 1974 war er Mitglied des Bezirksparteivorstands der Linzer SPÖ, 1990 wurde er Mitglied des SP-Bundesvorstands, außerdem war Nowotny in sozialdemokratischen Bildungseinrichtungen engagiert.

Ewald Nowotny ist verheiratet, aus der Ehe mit Ingrid Nowotny stammt ein Sohn.

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