Erich Haider: 100 neue Lehrplätze für Oberösterreichs Jugend

SPÖ-BürgermeisterInnen starten Soforthilfe in Städten und Gemeinden

Linz (OTS) - Oberösterreich ist besonders stark von der internationalen Wirtschaftskrise betroffen. Viele Unternehmen sind gezwungen, auch in der Ausbildung von Lehrlingen zu sparen. "Daher ist es jetzt doppelt wichtig, die Dinge anzupacken und nicht lange herumzureden. Hier konkrete Hilfe und Unterstützung zu leisten, ist unsere Aufgabe. Es ist ein zentrales Anliegen der SPÖ, jungen Menschen gute Zukunftsperspektiven zu eröffnen.Wir werden 100 zusätzliche Lehrplätze in den SPÖ-Gemeinden Oberösterreichs schaffen. Dafür danke ich den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der SPÖ sehr herzlich!", so SPÖ-Landesvorsitzender LH-Stv. Erich Haider bei der Ankündigung einer großen SPÖ-Initiative in Städten und Gemeinden in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Welser Bürgermeister Dr. Peter Koits und der Schwertberger Bürgermeisterin Marianne Gusenbauer.
Gemeinsam mit dem SPÖ-Landesregierungsteam und dem Verband der Sozialdemokratischen Gemeindevertreter Oberösterreich wendet sich Haider an alle SPÖ-BürgermeisterInnen, im Bereich ihrer Gemeindeverwaltung möglichst rasch mindestens einen zusätzlichen Lehrling auszubilden.
Haider und die SPÖ-GemeindevertreterInnen appellieren auch an die ÖVP-Bürgermeister im Land, dem Beispiel zu folgen und in ihren Gemeinden zusätzliche Lehrstellen zu schaffen. In Kommunen ohne rotes Gemeindeoberhaupt sind bereits Anträge der SP-Fraktionen auf Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen im Gemeindedienst angekündigt.
"In harten Zeiten sollte man trotz Wahlkampf zusammenstehen und der Jugend in unserem Bundesland die Chance auf eine aussichtsreiche Zukunft geben. Eine gute und solide Ausbildung ist Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg ins Arbeitsleben. Wenn schon den Jugendlichen das Gefühl vermittelt wird, dass sie am Arbeitsmarkt nicht mehr gebraucht werden, verlieren sie ihr Selbstwertgefühl und ihren Glauben an die Zukunft. Junge Menschen haben ein Recht auf Zukunft, Träume und Hoffnungen. So wie wir die Möglichkeit hatten, diese zu verwirklichen, soll auch der jetzigen Generation das Vertrauen in unser Land nicht genommen werden. Wir wollen eine Zukunft für Oberösterreichs Jugend - jetzt!", so Erich Haider.
Die Gesamtarbeitslosigkeit hat sich in Oberösterreich im April gegenüber dem Verglerichsmonat des Vorjahres um über 55 Prozent erhöht. Besonders stark zugenommen hat erneut die Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen. 6016 Jugendliche zwischen 15 und 24 sind arbeitslos, 3.731 in Schulung.

"Für die Jungen muss es eine Ausbildungsgarantie geben. Wir müssen den jungen Menschen in unserem Bundesland wieder die Sicherheit geben, die sie in der sensiblen Phase des Einstiegs ins Berufsleben brauchen", so der gemeinsame Appell von Erich Haider, Peter Koits und Marianne Gusenbauer.
Bürgermeisterin Gusenbauer begrüßt die GVV-Initiative, der sie sich gern anschließt, als wichtiges Startsignal. Gleichzeitig hofft sie auf weitere zusätzliche Lehrplätze in ihrer Gemeinde: "Ich spüre bereits eine Sensibilisierung bei manchen Betrieben, was darauf hoffen lässt, da da noch einige neue Lehrplätze zu schaffen sind". Am Beispiel Wels:
Bürgermeister Dr. Peter Koits ergänzt, dass in Wels derzeit an einem Konzept gearbeitet werde, damit jedem Pflichtschulabgänger und jedem AHS-Schulabbrecher ein Ausbildungsplatz angeboten werden kann. Derzeit sind beim Magistrat Wels 29 Lehrlinge in Ausbildung, und zwar in folgenden Berufen:
Bürokaufmann (9)
Bautechnischer Zeichner (2)
Informationstechnologie (2)
Koch (3)
Gärtnerfacharbeiter (4)
Tierpfleger (3)
Elektroinstallateur (1)
Straßenerhaltungsfachmann (3)
Maler und Anstreicher (1)
Metalltechniker (1)

Zusätzliches Angebot ab Herbst:
Geplant war ursprünglich ab dem Ausbildungsjahr 2009/2010 die Aufnahme von 8 Lehrlingen (je ein bautechnischer Zeichner, Veranstaltungstechniker, Koch und Tierpfleger sowie je zwei Gärtnerfacharbeiter und Straßenerhaltungsfachmann).
Auf Grund der angespannten Situation werden zusätzlich bis zu 12 Lehrstellen in verschiedenen Bereichen geschaffen.
Insgesamt stehen ab Herbst beim Magistrat 44 Lehrlinge in Ausbildung - die Differenz zu den derzeit 29 Lehrlingen und den 19 Neuaufnahmen im Herbst ergibt sich daraus, dass 4 Lehrlinge bis Herbst ihre Lehre beendet haben.
Neben den Lehrlingen bietet die Stadt im Rahmen eines so genannten "freiwilligen Sozialjahrs" Jugendlichen ab 16 Jahren die Möglichkeit, ein Jahr lang in einer Senioreneinrichtung der Stadt Wels mitzuarbeiten und dabei ihre Neigung bzw. ihr längerfristiges Interesse an einem Pflegeberuf zu testen. In der Folge können sie dann eine fachspezifische Ausbildung beginnen. Dafür stehen ab Herbst 15 Plätze (gegenüber 6 zuletzt) zur Verfügung.
E-Werk Wels:
Das E-Werk Wels ist seit Jahren einer der größten Lehrlingsausbildner in Wels. Derzeit werden 75 Lehrlinge beschäftigt - und das bei einem Gesamtpersonalstand von rund 500 Beschäftigten.
Im Herbst werden wiederum 20 Lehrlinge aufgenommen.
Das E-Werk verfolgt seit Jahren die Strategie, angesichts des Facharbeitermangels die benötigten Fachkräfte selbst auszubilden. Messe Wels:
2 - 3 Lehrlinge werden zur Ausbildung als Bürokaufmann/frau aufgenommen.
Ein Mitarbeiter beendet in Kürze seine Ausbildung zum Bürokaufmann. Welser Heimstätte:
2 Lehrlinge

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