Industrie: Engagement in Mittel- und Osteuropa für Österreich ohne Alternativen

IV-Präsident Sorger: Wirtschaftliche Aufholjagd von MOEL wird nach Krise weitergehen - Österreichische Erfolgsgeschichte in der Region fortsetzen - www.arbeitineuropa.at

Wien (OTS) - (PdI) "Sowohl das Engagement in Mittel- und Osteuropa im Besonderen, wie auch die Mitgliedschaft in der Europäischen Union im Allgemeinen ist für Österreich ohne Alternativen und ein Garant für unseren zukünftigen Wohlstand", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger, heute, Freitag, im Rahmen der internationalen Konferenz "Geteilt - Geeint. 1989-2009. Aufbruch in ein neues Europa" in Wien. Der Fall des Eisernen Vorhangs sei ein "einschneidendes Erlebnis" gewesen, welches den "Beginn eines geeinten Europas mit völlig neuen Chancen" bedeutet habe. "Für uns in der Industrie war schon immer klar: Den jetzigen Herausforderungen zum Trotz bleibt Mittel- und Osteuropa eine zentrale Wohlstandsquelle für Österreich." Der Nachholbedarf der Region sei nach wie vor vorhanden, die wirtschaftliche Aufholjagd Osteuropas werde sich daher nach der Krise fortsetzen. "Unser 'erweiterter Heimmarkt' Mittel- und Osteuropa wird langfristig weiterhin große wirtschaftliche Möglichkeiten und Arbeitsplätze bieten. Wir müssen die österreichische Erfolgsgeschichte im Osten fortsetzen", betonte Sorger.

So habe allein der "Osteuropa-Effekt", also Ostöffnung, EU-Beitritt und -Erweiterung, Österreich laut WIFO seither ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,5 bis 1 Prozent pro Jahr gebracht. "Ich bin stolz, dass unsere Unternehmen als 'Early Mover' die Chancen der Ostöffnung in so beeindruckender Art und Weise genützt haben", so der IV-Präsident. Heute zählen österreichische Unternehmen zu den Topinvestoren von der Adria bis zum Schwarzen und Kaspischen Meer. "Wirtschaftlicher Erfolg bringt aber auch Verantwortung mit sich. Wir haben den Auftrag, auf europäischer Ebene dort für die Unterstützung dieser Länder einzutreten, wo dies notwendig sein sollte. Vor allem aber dürfen wir gerade jetzt unseren mittel- und osteuropäischen Freunden nicht den Rücken kehren - das ist eine Frage von Weitblick, gelebter Nachbarschaft und Fairness", sagte Sorger.

Es sei besonders bedauerlich, dass ausgerechnet in Österreich, das so überproportional von Europa profitiert habe, die EU-Skepsis groß sei. Die Industrie hat daher mit Blick auf die Wahl zum europäischen Parlament am 7. Juni gemeinsam mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund die Europaplattform www.arbeitineuropa.at ins Leben gerufen. "Wir wollen damit Irrtümern entgegentreten, Informationen über die EU anbieten und insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Unternehmen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Europa anregen", betonte Sorger. Trotz aller durchaus vorhandenen inhaltlichen Differenzen mit dem ÖGB sei "uns beiden das gemeinsame Europa viel zu wichtig. Daher ziehen in dieser Frage Arbeitnehmer und Arbeitgeber an einem Strang."

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