ismed feiert seine ersten AbsolventInnen

Im Mai 2009 beendeten die ersten Studierenden des Lehrgangs für Interdisziplinäre Schmerzmedizin an der Medizinischen Universität Wien (ismed) ihr Studium.

Wien (OTS) - Im Mai 2009 absolvierten die ersten Studierenden den ersten Jahrgang von ismed, dem postgraduellen Universitätslehrgang Interdisziplinäre Schmerzmedizin an der Medizinischen Universität Wien. 23 AbsolventInnen schlossen ihre Masterthesen nach zwei herausfordernden Studienjahren ab und bekamen im Rahmen einer kleinen Feier ihren "Master of Science (MSc)" verliehen. Weitere sechs Studierende werden im August den Lehrgang abschließen. Der erste Jahrgang von ismed ist vor zwei Jahren im Herbst 2007 erfolgreich angelaufen und war mit 30 TeilnehmerInnen vollständig ausgebucht.

Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Initiator und Lehrgangsleiter von ismed, Vorstand der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Wilhelminenspital der Stadt Wien über den außerordentlichen Erfolg des Lehrganges: "Ismed bietet ein sehr hohes fachliches Niveau: so sind wir immer auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand und kümmern uns unter anderem um die Vermittlung der neuen Leitlinien zur Diagnostik und Therapie diverser Schmerzsyndrome. Der Lehrgang entsprach den hohen Erwartungen an die Interdisziplinarität, sowohl bei der Zusammensetzung der Studierenden, als auch bei den Themen und den ReferentInnen. Weiters freue ich mich über das überaus große Engagement der ReferentInnen, die diese Form von Lehre begeistert aufgenommen haben und beim zweiten Jahrgang unbedingt wieder mitmachen wollen und zugesagt haben. Zum Erfolg beigetragen hat bestimmt auch das gute Ambiente im Gebäude der Med Uni Wien, dem "Lernzentrum" mit Tageslicht und auch technisch guter Ausstattung. Gut angekommen sind auch die Möglichkeiten zum Socialising auf hohem Niveau. Und last, but not least: begeisterte AbsolventInnen, die ausnahmslos hochwertige Masterthesen ablieferten und präsentierten."

Vizerektor Univ. Prof. Dr. Rudolf Mallinger: "Die ersten AbsolventInnen des erfolgreichen Universitätslehrganges für Interdisziplinäre Schmerzmedizin belegen eindrucksvoll, dass das Angebot und die Diversität unserer Lehrgänge nachhaltig angenommen wird. Vor allem ismed zeigt deutlich, dass die Kompetenz und das Wissen unserer Lehrgangsleiter und Lehrenden weit über geographische und fachliche Grenzen angenommen und geschätzt wird."

Hoher wissenschaftlicher Wert der Masterthesen

Den wissenschaftlichen Wert der Masterthesen belegt auch, dass von 19 Postern auf der Wissenschaftlichen Jahrestagung der Österreichischen Schmerzgesellschaft vom 21.-23 Mai in Linz mehr als ein Drittel der Poster von ismed waren. Sieben ismed-AbsolventInnen reichten eine Zusammenfassung ihrer Masterthesen zur Jahrestagung der Österreichischen Schmerzgesellschaft ein und wurden auch ausgewählt, diese in Form eines Posters und einer persönlichen Posterpräsentation bei dieser Tagung vorzustellen. "Das ist eine Auszeichnung und Anerkennung dieser Arbeiten und es freut uns besonders, dass alleine sieben unter 19 eingereichten Beiträgen von ismed sind. Das zeigt das beachtliche Potential an Forschungsbeiträgen durch ismed im nationalen Vergleich", so Gustorff. ismed bewegt damit die Schmerzforschung in Österreich, besonders auch die praktische, patientenorientierte Schmerzforschung. ismed-AbsolventInnen haben sich dazu qualifiziert und leisten so sehr viel für SchmerzpatientInnen.

Folgende Posterbeiträge aus Masterthesen wurden auf der Jahrestagung der Österreichischen Schmerzgesellschaft (21.05.09 -23.05.09) präsentiert:

  • Mesaric: Einfluss der NMDA-Antagonisten Ketamin und Memantin auf Symptome der zentralen Sensibilisierung
  • Mittermayer: Intraartikuläre Opioidtherapie bei Gonarthrose
  • Pinsger: Additive Behandlung chronischer Wirbelsäulenschmerzen mit dem synthetischen Cannabinomimetikum Nabilone
  • Wöhry: Beurteilung der Effektivität der postoperativen Schmerztherapie durch Patientenbefragung
  • Prenn: Pilot-Projekt "PainDETECT" 2008
  • Mair: Projekt zur Optimierung der peri-postoperativen Schmerztherapie und Qualitätssicherung durch Patientenbefragung
  • Zahornitzky: Spinelinerbehandlung des oberen Zervikalsyndroms - Eine Anwendungsbeobachtung

Viele Highlights bei den Lehrveranstaltungen

"Das postgraduale Studium ismed der Medizinischen Universität Wien bietet ein vertieftes und fundiertes Grundwissen der Schmerztherapie aus dem Blickpunkt unterschiedlicher Fachrichtungen auf hohem Niveau an. Der angebotene Lehrgang gibt nicht nur die Möglichkeit das Grundlagenwissen über das Thema Schmerz zu intensivieren, sondern auch die vielen praxisrelevanten Themeninhalte leicht im medizinischen Alltag anzuwenden. Weiters bietet ismed die Chance, das persönliche Wissen und die eigene Erfahrung im persönlichen Erfahrungsaustausch mit Studierenden und Vortragenden im Sinne interdisziplinärer Schmerzmedizin auszutauschen", so o.Univ. Prof. Dr. Veronika Fialka-Moser, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von ismed und Vorstand der Universitätsklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Medizinische Universität Wien.

Zu den Lehrveranstaltungshöhepunkten der letzten beiden Jahre zählten etwa "Spiegeltherapie zur Behandlung von Phantomschmerzen" (C. Maier), "Objektive Schmerzdiagnostik und seine Wichtigkeit am Beispiel Hyperalgesie" (O. Wilder-Smith und Burkhard Gustorff) mit eigenen Schmerzexperimenten zum Auslösen von Hyperalgesie auf der Haut und deren Messung sowie "Die Rumpfmuskulatur beim Rückenschmerz:
Neue Ansätze" (Hamilton).

Begeisterung bei den AbsolventInnen

Bei den Studierenden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz kam das Studienangebot von ismed durchwegs gut an. Alle sind erfahrene SchmerzmedizinerInnen, zum Großteil AnästhesistInnen, aber auch OrthopädInnen, physikalische MedizinerInnen und auf Schmerztherapie spezialisierte AllgemeinmedizinerInnen. "ismed bietet kompetente ReferentInnen, interessante praktische Übungen, gegenseitige Wissensvermittlung zwischen den schmerztherapeutisch bereits erfahrenen KollegInnen. Das hohe wissenschaftliche Niveau ist in meiner täglichen Arbeit als Schmerztherapeutin, sowohl organisatorisch als auch praktisch, sehr von Nutzen", so Dr. Lukesch, Schmerzambulanz, Linz. "Enthusiasmus pur! Das intensive und gemeinsame Studium bei ismed, mit SchmerzexpertInnen aus verschieden Ländern und Fachbereichen, hat mir einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig ein multidisziplinäres Konzept in der Diagnostik und Therapie ist. Durch die Vermittlung aktuellen Wissens aus der Klinik und der Forschung von international anerkannten SpezialistInnen habe ich persönlich neue Anregungen, Ideen und Kenntnisse mitnehmen können, welche sinnvoll in den Klinikalltag implementiert werden können", sagt Dr. Chang, Schmerzzentrum Nottwil, Schweiz. Dr. Koeck, Anästhesie, Dresden, Deutschland: "ismed ist die ideale Erweiterung des eigenen Horizonts. Wir alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen!" "ismed bietet ein vertieftes Hintergrundwissen in zahlreichen Bereichen der Schmerztherapie auf hohem Niveau, welches im Alltag bestens anwendbar ist. Der Lehrgang führte zu einem intensiven, lebendigen und persönlichen Erfahrungsaustausch unter den anwesenden KollegInnen. ismed stellt ein Musterbeispiel an gelebter interdisziplinärer Schmerzmedizin dar", urteilt Dr. Prenn, Orthopädie, Hohenems.

Anmeldungen für den 2. Jahrgang

"Der außerordentliche Erfolg des ersten Jahrganges spornt uns für den zweiten Jahrgang an, der am 1. Oktober 2009 startet", berichtet Gustorff. Interessierte können ab sofort ihre Bewerbungsunterlagen senden. Das Zulassungsverfahren erfolgt schriftlich anhand der einlangenden Anmeldungen aufgrund der Qualifikation.

Für Anfragen rund um das Studium ist das ismed Service Büro unter der Telefonnummer +43/1/40400/2524 und via E-Mail:
ismed@meduniwien.ac.at erreichbar (Mo: 10 - 12 Uhr, Di - Do: 15 - 17 Uhr, Fr: 10 - 12 Uhr).

Weitere Informationen zu ismed unter http://www.meduniwien.ac.at/ismed

Medizinische Universität Wien - Kurzprofil

Seit 1. Jänner 2004 agiert die Medizinische Universität Wien (Vormals Medizinische Fakultät an der Universität Wien, gegründet 1365) in universitärer Autonomie und Selbstverwaltung. Mit rund 5.500 Mitarbeitern ist sie die größte Forschungseinrichtung in Österreich -31 Kliniken und Klinische Institute am Wiener Allgemeinen Krankenhaus und 12 medizintheoretische Zentren unterstreichen die Rolle der Medizinischen Universität Wien im internationalen Umfeld.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Nina Hoppe
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit & Sponsoring
Tel.: 01/ 40 160 11 502
E-Mail: pr@meduniwien.ac.at
Spitalgasse 23, A - 1090 Wien
www.meduniwien.ac.at

Mag.a Sylvia Goluch
Public Health PR
Tel: 01/602 05 30-91
E-Mail: sylvia.goluch@publichealth.at
Davidgasse 87-89, A - 1100 Wien
www.publichealth.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PHP0001