Arbeitsklima: Index weiter auf Talfahrt

Wien (OTS) - Die Krise schlägt nachhaltig auf die Stimmung durch. Der Arbeitsklima Index liegt derzeit nur mehr bei 108 Punkten, im Sommer 2008 waren es noch 111 gewesen. Männer, die nur über Pflichtschulausbildung verfügen, aber auch solche mit Matura oder Hochschulabschluss, zählen zu den großen Verlierern der Wirtschaftskrise.

Regional gibt es beträchtliche Unterschiede in der Arbeitszufriedenheit, so die Berechnungen der Institute IFES und SORA im Auftrag der AK Oberösterreich. Arbeitnehmer/-innen sind offenbar je nach Ort unterschiedlich stark von den Folgen der Wirtschaftskrise betroffen. Verglichen mit dem Herbst 2007 - als der Arbeitsklima Index mit 112 Punkten den bisherigen Höchststand erreichte - gibt es zum Teil dramatische Einbrüche.

Am stärksten gefallen ist der Indexwert für die Bundesländer Kärnten und Steiermark. Nach 114 Punkten im Herbst 2007 werden jetzt nur mehr 106 Punkte gemessen - ein Minus von acht Punkten innert eineinhalb Jahren. Oberösterreich und Salzburg sind im gleichen Zeitraum von 115 auf 109 Punkte gefallen, Tirol und Vorarlberg von 112 auf 110. Bei Niederösterreich, Wien und dem Burgenland sind hingegen kaum Veränderungen festzustellen - der Indexwert liegt derzeit bei 109 Punkten.

Der Rückgang der Arbeitszufriedenheit ist gerade in den Regionen groß, in denen 2007 noch überdurchschnittlich starker Optimismus gemessen wurde. Heute weisen Salzburg und Oberösterreich einen massiven Einbruch bei der Zufriedenheit mit der sozialen Position der Arbeitnehmer/-innen auf - nur mehr 65 Prozent sind damit zufrieden, vor eineinhalb Jahren waren es noch 76 Prozent gewesen. Ähnlich stark in Kärnten und der Steiermark - nach 82 sind jetzt nur noch 72 Prozent mit ihrer sozialen Stellung zufrieden.

Bei den Pflichtschulabsolventen ist die Arbeitszufriedenheit innerhalb der vergangenen 18 Monate von 111 auf heute 100 Punkte gefallen. Hauptursache für die dramatische Verschlechterung: diese Gruppe sieht die wirtschaftliche Lage Österreichs zunehmend pessimistisch. Seit dem Frühjahr 2008 hat sich die Zahl der Pessimisten von 23 auf jetzt 43 Prozent beinahe verdoppelt.

Aber auch besser gebildete Männer mit Matura oder Hochschulabschluss sind deutlich weniger zufrieden, ihr Indexwert sank von 114 Punkten im Herbst 2007 auf aktuell 108 Punkte. Neben der Skepsis für die Zukunft Österreichs werden von dieser Gruppe vor allem die eigenen Chancen am Arbeitsplatz negativer bewertet. Vor einem eineinhalb Jahren waren noch 61 Prozent der Meinung, gute Chancen am Arbeitsmarkt zu haben, im heuer sind nur noch 48 Prozent dieser Meinung.

Weitere Informationen zum Österreichischen Arbeitsklima Index finden Sie auf www.arbeiterkammer.com, der Website der Arbeiterkammer Oberösterreich.

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