Ausbau der erneuerbaren Energien braucht stabile Rahmenbedingungen

VEÖ: Belastungen durch neue Netztarife kontraproduktiv

Wien (OTS) - Die österreichische E-Wirtschaft fordert stabile Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. "Österreich braucht einen massiven Ausbau der Stromproduktion aus nachhaltigen Quellen, damit die Klimaziele erreicht werden können", erklärte die Generalsekretärin des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Barbara Schmidt.

Erschwert werde der Ausbau der erneuerbaren Energien im Wasserkraftland Österreich durch die seit Monaten ungeklärte rechtliche Situation und die neuen Belastungen, die seit Jahresbeginn mit der Systemnutzungstarife-Verordnung 2009 (SNT-VO) des Regulators eingeführt wurden. Inländische Erzeuger werden so gegenüber dem Ausland benachteiligt und die wirtschaftliche Grundlage vieler Projekte massiv gefährdet.

Als weiteren Schritt zum Ausbau der Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen fordert der VEÖ im Rahmen der Ökostromförderung einen optimalen Mitteleinsatz, der insbesondere jene Technologien unterstützt, die bereits nahe an der Marktreife sind. Die Abwicklung der Ökostromförderung sollte so gestaltet werden, dass der Aufwand für alle im Strommarkt tätigen Akteure - Erzeuger, Netzbetreiber, Lieferanten - so gering wie möglich bleibt, damit die Belastung für die Konsumenten auf dem niedrigstmöglichen Niveau gehalten werden kann. Schmidt: "Wir brauchen mehr erneuerbare Energien und nicht mehr Bürokratie."

Netzausbau ist Voraussetzung für dezentrale Stromproduktion

Eine rasche und systematische Ertüchtigung und Erweiterung der Übertragungs- und Verteilnetze ist aus Sicht der E-Wirtschaft unverzichtbar für den Ausbau der nachhaltigen Stromproduktion. Je mehr dezentrale Anlagen ins Netz einspeisen sollen, desto rascher und stärker müssen die Netze ausgebaut werden. Schmidt: "Wer sich für den Ökostromausbau einsetzt, muss auch Ja zum Netzausbau sagen, denn hier gibt es einen direkten Zusammenhang."

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