Entwicklungszusammenarbeit in Krisenzeiten wichtiger denn je

OECD-Prüfbericht bewertet die öffentliche Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Wien, 28.05.2009 (OTS) - Österreich hat seine öffentliche Entwicklungszusammenarbeit durch den Aufbau der Austrian Development Agency (ADA) erfolgreich reformiert, so der neue OECD-Prüfbericht. Österreich ist aber gefordert, seine Mittel für Entwicklungshilfeleistungen anzuheben und seine Entwicklungspolitik noch besser zu koordinieren.

Der OECD-Entwicklungshilfeausschuss (DAC) prüft regelmäßig die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit seiner Mitgliedsstaaten. Durch verstärkte Koordination und Qualitätssicherung soll die öffentliche Entwicklungshilfe der OECD-Länder noch effizienter gestaltet werden. Die letzte Prüfung durch den OECD-Entwicklungshilfeausschuss fand im Jahr 2004 statt. Heuer wurde die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) von einem Team aus Norwegen und Luxemburg analysiert.

- Herausforderung Weltwirtschaftskrise -
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Beibehalten bzw. Anheben der Entwicklungshilfeleistungen an arme Länder besonders wichtig. Dies stellt eine der großen Herausforderungen dar, vor denen auch Österreich in Zukunft laut OECD-Prüfbericht stehen wird. "Entwicklungsländer leiden ganz besonders unter der derzeitigen globalen Situation", sagt Botschafterin Irene Freudenschuss-Reichl, Leiterin der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Außenministerium.

"Wir müssen die Programme und Projekte international noch besser abstimmen. Mit unserem starken Fokus auf Ergebnisorientierung sind wir auf einem guten Weg dorthin", betont Botschafterin Brigitte Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

- Lob für Bekenntnis zur Armutsminderung -
Der Prüfbericht hebt insbesondere das Bekenntnis der OEZA zur Armutsverringerung, das mit den Anfang 2009 herausgegebenen Leitlinien bekräftigt wird, positiv hervor. Weiter optimiert werden kann das OEZA-Engagement aller Ministerien. Jedes Ressort habe Möglichkeiten, Österreich bei der Erreichung seiner internationalen Verpflichtungen voranzubringen. "Der Prüfbericht gibt uns hier gute Anregungen, wie wir die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit weiter stärken können", sagt Freudenschuss-Reichl.

- Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) -
Die OEZA ist die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit Österreichs. Sie unterstützt Länder in Afrika, Asien und Zentralamerika sowie Südosteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die österreichische Entwicklungsagentur Austrian Development Agency (ADA) setzt diese mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Rückfragen & Kontakt:

Austrian Development Agency (ADA)
Information und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Heidi Liedler-Frank
Tel.: +43 (0)1 90399-2400
Mail: heidi.liedler-frank@ada.gv.at
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