Rudolfsheim-Fünfhaus - BV Zatlokal: "Tragischen Vorfall Pelzgasse lückenlos aufklären"

Friedliches Zusammenleben im 15. Bezirk nicht gefährdet

Wien (SPW-K) - Bestürzt zeigt sich Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal über den gestrigen Vorfall in einem Indischen Gebetstempel in der Pelzgasse. "Diese Tat von offensichtlich religiös motivierten Fanatikern ist aufs Schärfste zu verurteilen. Meine Anteilnahme gilt den Opfern und deren Angehörigen." Zatlokal, der selbst zu der Veranstaltung eingeladen war, aus terminlichen Gründen aber absagte, weist dezidiert darauf hin, dass es sich bei dem Vorfall laut bisherigen Erkenntnissen um einen internen Konflikt der Indischen Community handelte. "Gerade im Bereich der Pelzgasse und im umliegenden Grätzel leben viele verschiedene Kulturen friedlich miteinander. Hier gab und gibt es untereinander keinerlei Spannungen", erläutert Zatlokal, der auch darauf hinweist, dass nur wenige Meter von der Tragödie entfernt zur selben Zeit ein dreitägiges Straßenfest der muslimischen Glaubensgemeinschaft friedlich über die Bühne ging.

Mit den im 15. Bezirk lebenden Sikhs habe man bisher keinerlei Probleme gehabt und diese als sehr friedlich erlebt. "Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde die Gewalt von außen in die friedliche Sikh-Gruppierung des 15. Bezirks hineingetragen. So kommen die Rudolfsheim-Fünfhauser Sikhs sowie auch der 15. Bezirk unverschuldet in die negativen Schlagzeilen", bedauert Zatlokal. Eines ist für den Bezirkschef jedenfalls klar: "Dieser Vorfall gehört lückenlos aufgeklärt. Vor allem auch die Frage, ob es im Vorfeld bereits Warnungen gab, dass es zu Problemen kommen könnte?"

Dass die FPÖ mit dieser Tragödie wieder versucht, politisches Kleingeld zu schlagen war für Zatlokal vorhersehbar und ist zu verurteilen. "Wegen dieses isoliert zu betrachteten Ereignisses die gesamte Integration wieder einmal in Frage zu stellen, ist typische FPÖ-Politik und wird all jenen MigrantInnen, die hier friedlich leben - und das ist die überwältigende Mehrheit - nicht gerecht. Eine Politik des Auseinanderdividierens ist daher vehement abzulehnen -gerade auch in einem Bezirk wie Rudolfsheim-Fünfhaus, wo viele Nationen friedlich miteinander leben", so Zatlokal in Richtung FPÖ. (Schluss)

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