Wärmepumpen weiter im Vormarsch

Zunehmender Beitrag zur Erreichung der Klimaziele - Europäisches Wärmepumpenforum in Linz - Österreich eines der führenden Länder

Wien (PWK405) - Mehr als 90 Wärmepumpen-Experten aus ganz Europa besuchten das Wärmepumpenforum des Europäischen Wärmepumpenverbandes in Linz, ziehen die Veranstalter eine erfolgreiche Bilanz. Es habe sich der Trend verstärkt, wonach die umweltfreundliche Wärmepumpe zu den beliebtesten Heiz- und Kühlsystemen in Österreich zählt.

In einigen Bundesländern wird bereits jedes zweite neue Einfamilienhaus mit dieser Technologie ausgestattet. Österreich ist eines der führenden Herstellerländer - ein entscheidender Grund dafür, dass der europäische Wärmepumpenverband (EHPA) nach Linz zu seiner Hauptversammlung und zum 2. Europäischen Wärmepumpenforum einlud.

Partner der in der Vorwoche abgehaltenen zweitägigen Veranstaltung war klima:aktiv Wärmepumpe. Die Initiative des Lebensministeriums organisierte bereits im März des Jahres den klima:aktiv Wärmepumpentag in Linz und trägt insgesamt entscheidend zum breiten Ausbau des Wärmepumpenmarktes in Österreich bei.

Anlässlich des Forums betonte EHPA-Vorsitzender Karl Ochsner die große Bedeutung der kürzlich von Parlament und Rat verabschiedeten Erneuerbare Energien-Richtlinie für die weitere Entwicklung der Wärmepumpentechnologie. Die Richtlinie definiert Rahmenbedingungen für den Einsatz von Erneuerbaren Energien zur Erreichung der EU-Klimaziele bis 2020. Umgebungswärme aus Luft, Wasser und Erdreich, welche durch Wärmepumpen nutzbar gemacht werden kann, ist vollends in der Richtlinie berücksichtigt. Ein Verdienst der fachlich fundierten Experten- und Politikberatung der EHPA und ein wichtiger Erfolg zur Erreichung der Energie- und Klimaziele. "Denn nun können alle Formen von Umgebungswärme auch zur Erreichung der Energie- und Klimaziele angerechnet werden", betont Ochsner.

Die Erneuerbare Energien-Richtlinie wird im 4. Quartal dieses Jahres in Kraft treten. Das Potential, mit welchem die Wärmepumpe die Ziele der Richtlinie unterstützen kann, sei gigantisch, waren sich die Teilnehmer an der Tagung einig. 80 Prozent der bestehenden Ein-und Zweifamilienhäuser und ebenso viele Mehrfamilienhäuser könnten mit Wärmepumpen ausgestattet werden. 50 Prozent der öffentlichen Gebäude, Schulen und Betriebsgebäude seien ebenfalls für den Einbau von Wärmepumpen geeignet.

In fast allen Gebäuden (95 Prozent) können Wärmepumpen das Brauchwasser zur Verfügung stellen und damit ineffiziente Elektroboiler und Durchlauferhitzer ersetzen.

Die Chancen, welche sich durch Nutzung der Wärmepumpe ergeben, werden vom Markt erkannt. Der Anteil von Wärmepumpen im Neubau beträgt deshalb in Schweden fast 95, in der Schweiz bereits 80 und in einigen österreichischen Bundesländern über 50 Prozent. Immer mehr Musteranlagen werden auch im Sektor der großvolumigen Gebäude errichtet.

Nach Einschätzung der EHPA könnten Wärmepumpen im Jahr 2020 zwanzig Prozent des Raumwärmebedarfs in Europa abdecken. Dieser Anteil ließe sich bis zum Jahr 2050 auf 50 Prozent erhöhen. In verschiedenen Bereichen werden in den nächsten Jahren deshalb starke Marktzuwächse zu verzeichnen sein, stellt Ochsner in Aussicht. Allerdings bedarf es zur Erreichung dieser Ziele geeigneter Rahmenbedingungen.

Im Rahmen des Wärmepumpenforums wurden im Anschluss an die Darstellung des politischen Umfelds die Marktzahlen ausgewählter europäischer Länder präsentiert sowie der Marktausblick 2009 des Europäischen Verbandes vorgestellt. Weitere Diskussionen standen ganz im Zeichen des Einflusses effizienter Komponenten auf die Gesamteffizienz von Wärmepumpensystemen.

Zum Abschluss des Forums lud die Energie AG zur Besichtigung des Power Towers ein. Die neu eröffnete Konzernzentrale wurde als erstes Passivhaus Bürohochhaus konzeptioniert und wird ausschließlich mit Wärmepumpen beheizt. (hp)

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