Leitl: Wirtschaft steht voll hinter den Anliegen der Transporteure

"Heimische Güterbeförderer haben einen doppelt so schweren Rucksack zu tragen" - Herzer: "Erwarten deutliches Signal der Politik in unsere Richtung"

Wien (PWK404) - "Österreichs Wirtschaft steht voll hinter den Anliegen der heimischen Transporteure. Gemeinsames Ziel ist es, das umzusetzen, was zum Erhalt einer gesunden, mittelständischen Frächterbranche in Österreich notwendig ist", betonte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, Montag Vormittag als prominenter Unterstützer der heutigen Transporteure-Protestfahrt in Wien.

"Mit dieser Aktion wird einem breiten Publikum auf vernünftige und verantwortungsvolle Weise mitgeteilt, worum es geht. Es geht schlicht um das Überleben der heimischen Güterbeförderer, die durch rekordhohe Steuern und Abgaben beschwert und die Auftragsflaute im Zuge der Wirtschaftskrise zusätzlich belastet sind. Gegenüber der ausländischen Konkurrenz haben sie ein doppeltes Gewicht in ihrem Rucksack. Kein Wunder, dass die Konkurrenz rascher ans Ziel kommen kann. Die Forderung nach einem Ende der Diskriminierung ist ein faires Anliegen", appellierte der WKÖ-Präsident in Richtung der Politik, "Fairness gegenüber den Frächtern" zu zeigen. Von einem funktionierenden Verkehr hänge vieles ab. "Die Transporteure stehen für uns und das Funktionieren der Wirtschaft ein. Jetzt müssen wir zu ihnen stehen".

Im Vorfeld der Pressekonferenz zum Abschluss der heutigen Protestfahrt entlang der Wiener Ringstraße, an der 32 Lkw beteiligt waren, hatten bereits zahlreiche Prominente ihre Solidarität mit den Anliegen der Frächter bekundet und weitere Unterstützung zugesagt, darunter die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Sonja Zwazl, die Nationalratsabgeordneten Franz Hörl, Ferry Maier und Günter Stummvoll sowie Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner.

Der Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der WKÖ, Wolfgang Herzer, und seine beiden Stellvertreter Heinz Schierhuber und Franz Wolfsgruber skizzierten in einem gut besuchten Pressegespräch auf der Ladefläche zweier Lkw, die vor dem Café Landtmann geparkt waren, nochmals die dramatische Verschärfung der Lage dieses Berufsstands:
Zahlreiche Unternehmen mussten bereits Konkurs anmelden, infolge eines gewissen Verzögerungseffekts werde die Zahl in der zweiten Jahreshälfte nochmals deutlich steigen. Dies führt zu Freisetzungen von Fahrern und anderen Mitarbeitern. Die Zahl der Arbeitslosen in der Branche ist von 5.200 im März 2008 bereits auf 8.503 im März 2009 gestiegen.

"Wir sind aber eine Branche, der zu helfen ist", zeigte Herzer Wege auf, um aus den Schwierigkeiten herauszukommen. Ein wichtiger Schritt wäre die Einhaltung des bereits im Vorjahr verhandelten Entlastungspaketes. "Wir erwarten ein glaubhaftes Signal der Politik, dass man gewillt ist, die Maßnahmen jetzt umzusetzen", erklärte der Branchensprecher.
Wichtigste Forderungen sind die Senkung der unverhältnismäßig hohen Kfz-Steuer für Lkw auf EU-Mindestmaß, eine bundesweite Förderung nach deutschem Vorbild bei der Anschaffung zusätzlich schadstoffreduzierter Fahrzeuge (Euro-Klassen 5 und darüber), der Schutz vor unpraktikablen Auflagen und Bestimmungen, eine verstärkte Kontrolle der Kabotage durch ausländische Unternehmer sowie eine intensivere Bekämpfung illegaler Praktiken und Gewerbeausübung durch Pfuscher.

"Wir sind österreichische Transporteure, sozusagen Transportöre mit einem "ö", und das wollen wir auch gerne bleiben. Eines ist klar:
Transportiert werden wird immer. Die Politik muss sich daher entscheiden. Soll dies durch Österreicher oder durch ausländische Unternehmer geschehen", schloss Herzer. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Güterbeförderungsgewerbe
Mag. Rudolf Christian Bauer
Tel.: (++43) 9616363-57
mailto: office@dietransporteure.at
www.dietransporteure.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004