Schatz: Kurzarbeit verfestigt die Krise

Grüne sehen hohe Ausgaben für Kurzarbeit skeptisch

Wien (OTS) - "Ich bin mehr als skeptisch, ob diese hohen Ausgaben für Kurzarbeit gut investiertes Geld sind", meint die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, Birgit Schatz, auf die heute vom AMS-Vorstand Kopf angekündigten Ausgabensteigerungen für Kurzarbeit.
"Wir bräuchten Geld um Unternehmen und MitarbeiterInnen auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten, sowohl was die Strukturen als auch das Know-how betrifft. Durch Kurzarbeit verfestigt sich stattdessen meist eine Problemlage, die ja erst zur Unternehmenskrise geführt hat, wie etwa überaltete Produkte oder falsche Marktstrategien. Mit Kurzarbeit kommen wir nicht aus der Krise, sie verfestigt sie."

"Für Minister Hundsdorfer ist die Kurzarbeit natürlich eine relativ simple Methode um Krisenbekämpfung zu simulieren. Nachdem die Mittel für Kurzarbeit nun aus dem ungedeckelten Topf der passiven Arbeitsmarktpolitik kommen, kann er ohne Einschränkungen aus einem sonst strikten Budget Mittel bereit stellen. Doch die Rechnung wird nicht aufgehen. Denn das Geld fehlt ja trotzdem und vor allem bei wirklichen Innovationsmaßnahmen wie der Forschung und Entwicklung und dem Bildungsbereich. Wer heute das Geld für Kurzarbeit verpulvert, riskiert die Arbeitsplätze von morgen. Aber an morgen denkt diese Regierung nicht, dass sieht man insgesamt an ihrem Umgang mit der Krise", so Schatz.

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