Kaske: "Werdende Mütter und ihre ungeborenen Kinder gehören geschützt"

Gewerkschaft vida kritisiert Untätigkeit auf ministerieller Ebene

Wien (vida/ÖGB) - "Dass Schwangere, die in Einraumlokalen mit Übergangsregelung arbeiten, nicht wie ihre Kolleginnen in Raucherlokalen vorzeitig freigestellt werden, ist ein Skandal", meint vida-Vorsitzender Rudolf Kaske mit Verweis auf einen aktuellen Fall der AK Oberösterreich. Werdende Mütter und ihre ungeborenen Kinder gehören geschützt, die Gesetzeslücke müsse sofort eliminiert werden. Kaske fordert die Minister Stöger und Hundstorfer auf, endlich zu handeln.++++

Die Gesetzeslücke, die Schwangere zwingt, sich und ihr ungeborenes Baby dem Zigarettenrauch auszusetzen, sei untragbar. Die Gewerkschaft vida fordert eine rasche Änderung der Regelung: "Schwangere Arbeitnehmerinnen in Raucherlokalen - mit oder ohne Übergangsregelung - müssen sofort freigestellt werden", so Kaske.

Der oberste Tourismus-Gewerkschafter hat Gesundheitsminister Alois Stöger im Zuge eines persönlichen Gesprächs längst auf die skandalöse Gesetzeslücke hingewiesen. Nun verzögere sich die Lösung aber auf ministerieller Ebene: "Diese Untätigkeit ist nicht zu tolerieren. Jede weitere Verzögerung geht zu Lasten der Gesundheit von Müttern und Kindern", so Kaske. Er fordert die zuständigen Bundesminister Stöger und Hundstorfer auf, eine rasche Lösung für das Problem zu finden.

Auch dass es keine Behörde gibt, die sich um die Umsetzung der Schutzmaßnahme kümmert, ist aus Sicht der Gewerkschaft ein großes Manko. Bei Gefährdungen für Mutter und Kind ist in der Regel das Arbeitsinspektorat zuständig. "Die Gefährdung durch das Passivrauchen wird jedoch von niemandem überprüft. Auch hier muss der Gesetzgeber rasch nachbessern und das Arbeitsinspektorat für zuständig erklären", fordert Kaske abschließend.

ÖGB, 25. Mai 2009 Nr. 319

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