FP-Gudenus: Aufstockung der Anzahl von Kindertagesheimen gefordert um jedem Kind eine Platz zu sichern

Regelung für die kostenlose Betreuung durch Tagesmütter umsetzen

Wien, 25.05.2009 (fpd) - Die Ankündigung des "Gratiskindergartens" samt massiver Ausweitung der Kindergartenplätze durch Bürgermeister Häupl und Vizebürgermeisterin Laska hat bei den Beschäftigten der Wiener Kindergärten große Beunruhigung ausgelöst. Das Personal ist bereits jetzt bis an die Grenze des Erträglichen belastet. Aktuell sind an die 140 Planstellen für Kindergartenpädagogen nicht besetzt. Immer mehr Gruppen können nicht von ausgebildeten Kindergärtnern betreut werden. Und die Situation wird zunehmend kritischer, so der FPÖ-Wien Gemeinderat Mag. Johann Gudenus.

Kindergartenpädagogen sind derzeit auf dem Arbeitsmarkt kaum zu finden. Grund dafür ist die mangelnde Attraktivität des Berufes, eine gemessen an den Anforderungen äußerst schlechte Bezahlung und erschwerte Arbeitsbedingungen. Dazu kommt eine starke Abwanderung von geschultem Personal in andere Bundesländer. Für die angekündigten Reformen fehlen derzeit sämtliche personelle und räumliche Voraussetzungen. Die Betreuungsquote der 3 bis 5 jährigen in Wien liegt bei lediglich 85 Prozent. Bei den 1 bis 3 Jährigen sogar nur bei 23 %, so Gudenus.

Wenn man die eigene Forderung nach dem Gratiskindergarten ernst nimmt, dann muss für jedes Kind ein Kindergarten- bzw. Krippenplatz bereitgestellt werden. Angesichts des Wechsels von hunderten Kindern aus den Privatkindergärten, die nicht voll kostenfrei gestellt werden sollen, und dem Umstand, dass 15 % der Kinder zwischen 3 und 6 Jahren als auch derzeit 77 % der Kinder bis 3 Jahre noch keinen Platz haben ergäbe sich ein notwendiger Bedarf an hunderten zusätzlichen Einrichtungen und Pädagogen, meint Gudenus.

Die FPÖ-Wien fordert daher in der heutigen Gemeinderatssitzung:

  • eine kräftige Aufstockung der finanziellen Mittel sowohl für die Adaptierung und Schaffung von Kindertagesheimen als auch für die Aufnahme von Personal in den Wiener Kindergärten in Höhe von mindestens 20 Millionen Euro jährlich
  • die Anstellung von weiteren mindestens 500 Kindergartenpädagogen
  • die Aufstockung der Anzahl von Kindertagesheimen und Gruppen, sodass jedes Kind einen Platz erhält
  • eine Regelung, bei der auch die Betreuung durch Tagesmütter kostenlos angeboten werden kann

Es geht um die Schaffung und den Ausbau hoher Qualitätsstandards in den Wiener Kindergärten, es geht darum, allen, die es wollen diesen Gratiskindergartenplatz zur Verfügung zu stellen. Es geht um die Zukunft unserer Kinder! Wenig durchdachte politische Ankündigungen sind da alles andere als hilfreich, schließt Gudenus. (Schluss)paw

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