ARBÖ: Reisepass ist auch in der EU ein absolutes "Muss"

Gültiges Reisedokument trotz Schengen! - Führerschein kein amtliches Reisedokument - ARBÖ-Sicherheits-Pass übernimmt Wiederbeschaffungskosten nach Diebstahl im Ausland

Wien (OTS) - Rechtzeitig vor Pfingsten klärt der ARBÖ einen weitverbreiteten Irrtum auf: Auch bei Reisen in EU-Länder braucht man selbstverständlich einen Reisepass oder ein gültiges Reisedokument. "Dass man bei der Einreise nicht mehr kontrolliert wird, heißt nicht, dass man kein Reisedokument mehr benötigt", so ARBÖ-Reiseexpertin Alexandra Goga. Wer sich nicht ausweisen kann muss mit sehr unangenehmen Schwierigkeiten rechnen, denn man wird wie ein illegaler Einwanderer behandelt.

Es wird zwar nicht mehr an der Grenze selbst kontrolliert, aber ein Grenzübertritt ohne Reisdokument stellt eine Verwaltungsübertretung dar und ist strafbar. Wer glaubt der Führerschein allein reicht, der irrt, denn dieser ist kein amtliches Reisedokument. In den meisten EU-Ländern darf der Reisepass bis zu fünf Jahren abgelaufen sein, nicht aber in der Tschechischen Republik und in der Slowakei, hier wird nur ein gültiger Reisepass oder ein gültiger Personalausweis akzeptiert.

Der ARBÖ empfiehlt allen Urlaubern so schnell wie möglich einen neuen Reisepass zu beantragen, sollte dieser nicht mehr auffindbar oder über fünf Jahre abgelaufen sein. Der neue Sicherheitspass mit Fingerabdruck kann auf der zuständigen Passbehörde (MA in Wien, Bezirkshauptmannschaft in den Bundesländern) beantragt werden und kostet 69,90 Euro. Das selbe kostet der Reisepass für Kinder unter 12 Jahren mit Chip, auf dem das Lichtbild gespeichert wird. Der ARBÖ-Tipp: "Bei Reisepässen für Kinder kann auch auf den Chip verzichtet werden, dann ist der Pass billiger und kostet nur mehr 26,30 Euro", so Goga. Üblicherweise dauert die Zustellung bis zu fünf Werktagen. Wer den Pass schneller braucht, kann auch einen Expresspass beantragen. Dieser kostet 100 Euro und wird schneller ausgestellt

Wer aber den Pass sofort braucht und keinen Tag warten kann, hat die Möglichkeit sich einen Notpass zu besorgen. Dieser Notpass kostet gleich viel, wie ein "normaler" Pass (69,90 Euro), gilt aber nur zwei Monate. Der Notpass ist in Wien nur bei der Wache Rathaus (MA68) und beim zentralen Wiener Passservice in der Lichtenfeldgasse erhältlich. In Linz erhält man den Notpass bei der Berufsfeuerwehr und in den Bundesländern beim Journaldienst der zuständigen Bezirkshauptmannschaft, berichtet der ARBÖ.

Kostenersatz für Wiederbeschaffung von Dokumenten durch ARBÖ-Sicherheits-Pass

ARBÖ-Mitglieder mit ARBÖ-Sicherheits-Pass haben es gut. Werden im Ausland Dokumente, wie Reisepass, Personalausweis oder Führerschein gestohlen, übernimmt der ARBÖ-Sicherheits-Pass die Wiederbeschaffungskosten bis zu 750 Euro. Voraussetzung dafür sind eine unverzügliche Meldung des Diebstahls bei der nächsten Polizeistelle und dokumentierte Belege über die Kosten. Derzeit ist es besonders günstig ARBÖ-Mitglied zu werden (ARBÖ-Halbjahrsaktion um 68,30 Euro). Den ARBÖ-Sicherheits-Pass hat man dann schon automatisch dabei.

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