FP-Jannach: Agrarförderungen endlich gerechter verteilen

Wien (OTS) - "Bäuerliche Einkommen sollen sozial, gerecht und fair gestaltet werden", zitiert FPÖ-Agrarsprecher NAbg Harald Jannach aus dem SPÖ-ÖVP-Regierungsprogramm. "Was ist sozial, gerecht und fair gegenüber den heimischen Landwirten, wenn noch immer das ungerechte System der Mengen- und Flächenförderung im Agrarbereich vorherrscht?" fragt Jannach.

Das renommierte Genfer "Zentrum für Europäische Politikstudien" errechnete, dass 6 Prozent der größten landwirtschaftlichen Betriebe der EU 53 Prozent des Agrarbudgets einstreichen. 52 Prozent der kleinsten Höfe müssen sich mit 4 (!) Prozent der Subventionen begnügen.

"Agrarindustrien werden in Europa von der Agrarpolitik gefördert, und gleichzeitig sollen die kleinen Bauern aus Umwelt- und Strukturfonds geschützt werden", zeigt Jannach die ganze Schizophrenie der Agrarpolitik auf. "244 Betriebe in Österreich erhielten mehr als 100.000 Euro, während die durchschnittliche Förderhöhe lediglich um die 11.000 Euro pro Betrieb und Jahr beträgt."

"Die Mengen- und Flächenförderung im Agrarbereich muss sofort in eine Arbeitsplatzförderung umgestellt werden", fordert Jannach endlich mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Ausgleichszahlungen für die Landwirte. Massive Kritik übt er auch an Zahlungen aus dem Agrarbudget für reine Wirtschaftsbetriebe. "Der größte Förderungsabkassierer im Jahr 2008 war die Firma Rauch Fruchtsäfte mit mehr als 9,5 Millionen Euro. Aber auch Firmen wie Power Horse, Agrana, Sandoz usw haben sich und bedienen sich heute noch schamlos an den Förderungen aus dem Agrarbudget. "Den Bauern bleibt lediglich der Imageschaden als Förderungsabkassierer - die in Wahrheit aber ganz andere Namen tragen."

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