Neues Volksblatt: "MedUni" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 20. Mai 2009

Linz (OTS) - Wenn der allgemeinen Ablehnung außerhalb von Oberösterreich des Projekts "Medizinische Universität Linz" der gleiche Erfolg beschieden ist wie dem Nein zur Gründung der Linzer Kepler Uni in den Sechzigerjahren, dann darf sich Oberösterreichs Jugend darauf freuen, dass sie für das Medizinstudium in absehbarer Zeit nicht mehr nach Wien, Graz oder Innsbruck auswandern muss.
Dass die Rektoren der anderen österreichischen Universitäten gegen die Gründung einen fünften Universität in Linz - neben Kepler-, Kunst-, Bruckner- und Kath.-Theol. Uni - Sturm laufen, ist verständlich. Sie fürchten, dass sie ein Stück vom finanziellen Kuchen abgeben müssen.
Weniger verständlich ist, dass der Wissenschaftsminister in den Chor der Neinsager einstimmt. Natürlich sind auch hierzulande die finanziellen Probleme des Bundes bekannt, trotzdem wird ein kurzes "Brauch ma net!" nicht ausreichen, um die lästigen Oberösterreicher von ihrem Vorhaben abzubringen. Die sind nämlich überzeugt, dass Oberösterreich unbedingt eine Medizin-Uni braucht, um die ärztliche Versorgung im Land auf Dauer zu garantieren. Dazu kommt, dass die Oberösterreicher schon jetzt ziemlich sauer sind, weil sie sich vom Bund im Vergleich zu Wien stiefmütterlich behandelt fühlen. Abschasseln geht diesmal ganz sicher nicht!

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