KV-Abschluss für die Beschäftigten in der chemischen Industrie

Arbeitgeber: "Abschluss spiegelt die besonders schwierigen Rahmenbedingungen dieser Verhandlungsrunde wider" - Neuer Kollektivvertrag gültig per 1. Mai 2009, Laufzeit: 24 Monate

Wien (PWK391) - Gestern Abend, 18. Mai 2009, wurden die KV-Verhandlungen der chemischen Industrie in der 5. Kollektivvertragsrunde mit folgendem Ergebnis abgeschlossen: Die Mindest- und Ist-Löhne/-Gehälter werden um 2,6 % erhöht. Dazu kommt eine Einmalzahlung von 50 Euro. Geltungsbeginn des neuen Kollektivvertrages ist der 1. Mai 2009, die Laufzeit beträgt 24 Monate.

Ab 1. Mai 2010 beträgt die Erhöhung der Löhne/Gehälter 0,6 % über der durchschnittlichen Inflationsrate April 2009 bis März 2010. Lehrlingsentschädigungen, Schicht- und Nachtarbeitszulagen und Aufwandsentschädigungen werden jeweils um die angeführten Sätze angehoben.

Der Abschluss spiegelt die besonders schwierigen Rahmenbedingungen dieser Verhandlungsrunde wider: Einerseits befindet sich die chemische Industrie in einem dramatischen wirtschaftlichen Abschwung, andererseits beharrten die Gewerkschaften auf einer Abgeltung der hohen Inflationsrate der letzten 12 Monate. Nach zähen Verhandlungen konnte mit dem vorliegenden 2-Jahresabschluss ein Kompromiss gefunden werden, der die Betriebe der chemischen Industrie heuer erheblich belasten wird. Die Arbeitgeber bedauern, dass die Gewerkschaften nicht bereit waren, auf die aktuelle Situation flexibel und adäquat zu reagieren. (JR)

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