Lettenbichler zu Kräuter: Überzogene Lohnrunden produzieren Arbeitslosigkeit

Von Industrie nie generelle Nulllohnrunden gefordert - Brauchen individuelle Maßnahmen auf Betriebsebene

Wien (ÖVP-PK) - Da die Arbeitsmarktentwicklung zeitverzögert auf die Rezession reagiert, ist es umso wichtiger, jetzt die richtigen Maßnahmen zu setzen und nicht auf das Notwendige zu vergessen. Parteipolitisches Hickhack und falsche Darstellungen gehören hier zweifellos nicht dazu. Es ist ein wirtschaftpolitischer Irrweg, durch überzogene Lohnrunden Arbeitslosigkeit zu produzieren. Das erklärte heute, Dienstag, ÖVP-Abg. Mag. Josef Lettenbichler zu den Aussagen von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter.****

Zur Klarstellung für Kollegen Kräuter meint Lettenbichler: "Wir brauchen in der derzeitigen Ausnahmesituation und aufgrund der stark unterschiedlichen Lage in den Unternehmen individuelle Maßnahmen auf Betriebsebene. Die Industrie hat sich nie für generelle Nulllohnrunden ausgesprochen, sondern darauf hingewiesen, dass manche Unternehmen womöglich auch die Instrumente des Gehaltsverzichts und der Nulllohnrunde in Anspruch nehmen müssen, um zu überleben und vor allem die Arbeitsplätze zu retten."

Lettenbichler meint, dass manchmal auch eine Verschiebung der Lohnrunde mehr Sinn machen würde, als "Querbeet"-Lohnerhöhungen, die sich manche Unternehmen nicht leisten können, zu erzwingen. "Nur um das auch weiter klarzustellen: Beispiele haben wir längst schon - ob das der Gewerkschaft und der SPÖ passt oder nicht. Diese Vereinbarungen wurden, etwa bei Magna oder Infineon, wo die Führungsebene auf bis zu 25 Prozent des Gehaltes verzichtet, freiwillig erfüllt", so der ÖVP-Abgeordnete abschließend. (Schluss)

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