Umweltschutz rechnet sich

Betriebe zeigen vor, wie es geht

Wien (PWK390) - Für die Brauerei Murau und die OMV rechnet sich Umweltschutz: Im Rahmen einer Veranstaltung der Wirtschaftskammer Österreich und des Lebensministeriums präsentierten diese Betriebe heute in Wien ihre Maßnahmen. "Umweltschutz ist gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sinnvoll, da auf Basis solider Umweltdaten wertvolle Synergien erzielt werden können. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, alle wesentlichen Aspekte zusammenfließen zu lassen, um effizientes Wirtschaften zu ermöglichen", erklärte Ulrike Oschischnig, Leiterin der Stabsabteilung Statistik in der Wirtschaftskammer Österreich. Eine zentrale Rolle nehme dabei das betriebliche Umweltcontrolling ein:

"Umweltschutz rechnet sich grundsätzlich, man muss aber die Potenziale heben", betonte Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung Umweltpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich. Für eine gute Umweltpolitik benötige die Politik umfassende Informationen wie die Beschreibung der Umweltsituation und der Umweltbelastungen, die Kosten und messbar wirksame Instrumente. Schwarzer: "Umweltpolitik muss mit Zieldefinitionen genau geplant werden. Betriebliche Umweltmanagementsysteme sollten auch für den Staat Vorbild sein."

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: So konnte die Brauerei Murau ihren Energieaufwand deutlich reduzieren: 2008 wurden für einen Hektoliter voraussichtlich 40,77 Kilowattstunden verbraucht. 1998 lag der Verbrauch noch bei über 48,4 Kilowattstunden. Für die Herstellung von 1 Hl Getränke wird nun um über 20 Prozent weniger Energie als noch 1995 verbraucht.

Der Europäische Durchschnitt liegt bei Brauerein bei 60 Kilowattstunden an Energieaufwand für die Herstellung von einem Hektoliter Getränk.

Auch für Großunternehmen macht sich Umweltschutz bezahlt: So liegt der Energieverbrauch der OMV bei 165, 4 Petajoule und die Treibhausgasemissionen betragen 12 Millionen Tonnen. Mit der eingeführten Umweltkosten-Rechnung als standardisierte Methode innerhalb der OMV wurde ein Instrument geschaffen, dass Benchmarking von Umweltkosten ermöglicht.

Wie die aktuellen Ergebnisse der von Statistik Austria erhobenen Umweltschutzausgaben zeigen, wurden in Österreich im Jahr 2006 Aufwendungen für den Umweltschutz in Höhe von 9,1 Milliarden Euro getätigt. Der Großteil der gesamten Ausgaben floss in die beiden Kernbereiche Abfallwirtschaft und Gewässerschutz. Weit mehr als die Hälfte dieser Umweltschutzaufwendungen, nämlich 60 Prozent, wurden von Unternehmen finanziert.

Die Umwelt- und Materialstromkostenrechnung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung liefert über das Rechnungswesen hinaus wertvolle Informationen. So können prozessoptimierende Maßnahmen erkannt und Einsparungen durch erhöhte Material- und Energieeffizienz erreicht werden.

Für die Gestaltung politischer Maßnahmen und die interessenpolitische Arbeit, aber auch für das betriebliche Controlling sind Umweltdaten essenziell. (IP)

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Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Statistik
Dr. Ulrike Oschischnig
Tel: +43 (0)5 90 900 4114

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