SPÖ - Rohr: Ziel ist ein Europa des sozialen Ausgleichs

Spitzenkandidatin Zlender forciert wichtige Bildungsthemen

Klagenfurt (OTS) - Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz im SPÖ -Klub im Klagenfurter Landhaus präsentierten der Landesparteivorsitzende der SPÖ Kärnten, LHStv. Reinhart Rohr, und die Spitzenkandidatin der SPÖ Kärnten für die Wahl zum Europäischen Parlament, Kerstin Zlender, eine Reihe europapolitischer Perspektiven für Kärnten.

Angesichts der hohen Zahl an Arbeitslosen und Unternehmensinsolvenzen, sowohl in Kärnten als auch europaweit, läge es auf der Hand, so Rohr, dass der Kurs wegführen müsse vom Neoliberalismus der Vergangenheit, hin zu einem Europa des sozialen Ausgleichs.

Worum es der SPÖ in der Europapolitik gehe, sei das Wohl der Menschen. Wichtigste Ziele seien daher:

  • Sicherung von Arbeitsplätzen
  • Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit
  • Sicherung der Pensionen
  • Schutz vor Spekulationen
  • EU - Hilfe in der Krise
  • Vorrang sozialer Sicherheit
  • Bekämpfung von Kriminalität

Weiters verwies der Energie- Umwelt- und Wasserwirtschaftsreferent auf zahlreiche Projekte, welche sein Ressort in Kooperation mit der EU durchgeführt habe.

Dazu zählen so wichtige Maßnahmen wie das LIFE Projekt "Obere Drau", in dessen Rahmen umfassende Flussrevitalisierungen durchgeführt wurden und werden, das EU - Projekt "EU - Alp Water Scarce", zur Entwicklung von Mangement Strategien gegen Wasserknappheit in den Alpen oder "AdaptAlp", das sich mit Adaptierungsstrategien an mögliche Auswirkungen des Klimawandels im Bereich des Hochwasserschutzes befasst.
All diese Unternehmungen seien in Europäischer Zusammenarbeit und unter Mitfinanzierung aus EU - Mitteln zustande gekommen.

Drei wichtige Forderungen an die europäische Bildungspolitik stellte Kerstin Zlender, deren politischer Schwerpunkt in den Bereichen Jugend und Frauen liegt, ins Zentrum ihrer heutigen Präsentation:

"Die Austauschprogramme der Europäischen Union bieten für junge Menschen zwischen Volksschulalter und 30. Lebensjahr eine Fülle von Qualifikationsmöglichkeiten. Es existiert eine Gewichtung, die SchülerInnen bzw. StudentInnen bevorzugt. Während es das Erasmus Programm seit mittlerweile 20 Jahren gibt, und jede/r Studierende darüber Bescheid weiß, ist das Leonardo Programm, das auch Lehrlingen und FacharbeiterInnen offen steht, weitgehend unbekannt." Nur wenige Lehrlinge würden am europäischen Austauschprogramm teilnehmen, was an der komplizierten Organisationsstruktur und mangelnder Information läge. Doch gerade FacharbeiterInnen könnten durch den Erwerb von zusätzlichen Sprachkenntnissen und Auslandserfahrung nachhaltig profitieren.

Zlender forderte daher eine Verbesserung der Zugänglichkeit zum Leonardo - Programm für FacharbeiterInnen und Lehrlinge.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist für Kerstin Zlender die verstärkte Öffnung des "Europäischen Freiwilligen Jahres" für arbeitslose Jugendliche.
Zlender: ". Das Europäische Freiwillige Jahr bietet die Möglichkeit, Auslandserfahrung zu sammeln - beschäftigt bei einem Unternehmen, oder einer öffentlichen oder halböffentlichen Einrichtung arbeiten Jugendliche zwischen 6 und 12 Monaten in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und assoziierten anderen Ländern. Eine wichtige Möglichkeit, jungen Menschen in Zeiten der Krise eine Perspektive und zusätzliche Qualifikationen zuteil werden zu lassen."

Drittes wichtiges Anliegen ist für die Kärntner EU -Spitzenkandidatin die Vereinheitlichung von Bildungsabschlüssen auf europäischer Ebene:
"Die Freizügigkeit innerhalb der EU gerät zur Farce, wenn abgeschlossene Ausbildungen nicht in allen EU - Mitgliedsstaaten gleichwertig anerkannt werden."

Gerade im Bereich der FacharbeiterInnen, in welchem sich Österreich im qualitativen Spitzenfeld befinde, wäre es dringend nötig, den entsprechenden Bildungsabschlüssen europaweit Gültigkeit zu verschaffen.

"Jede Krise biete auch Chancen, die Europäische Union als Institution bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, auch, beziehungsweise gerade in der Krise!", stellte Zlender in Bezug auf die gegenwärtige wirtschaftliche Lage abschließend fest.

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