Siemens-Chefin Ederer im NEWS-Interview: "Eliten müssen einen Beitrag leisten."

Brigitte Ederer will Transaktionssteuer.

Wien (OTS) - Die Wirtschaftskrise und ihre politischen Folgen bereiten der Siemens- Österreich-Chefin Brigitte Ederer Sorge, wie sie im Interview mit der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS sagt:
"Wir haben es mit einer unbändigen Wut zu tun. Das macht mir Sorge, weil man nicht weiß, in welche Richtung das geht und weil es, wenn es einmal wirklich losgeht, nicht steuerbar ist."

Deshalb müssten "die Eliten zeigen: Wir sind bereit, auch einen Beitrag zu leisten. Wenn das nicht geschieht, dann werden wir in Europa, wenn die Krise länger dauert, ein veritables Problem kriegen." Sie befürwortet die Einführung einer Transaktionssteuer. "Und für Österreich muss man sich schon überlegen, dass wir eine der geringsten Vermögenssteuern haben und ob da nicht Nachholbedarf gegeben ist."

Zu Bedenken des Vizekanzlers und Finanzministers Josef Pröll, der die Debatte über Vermögenssteuern für schädlich hält: Wenn die Wut vieler Menschen sozusagen noch bestätigt werde, indem die Krise ausschließlich von Mehrwertsteuerzahlern getragen wird, dann, so Ederer, "wird die Wut nicht geringer, sondern stärker. Dann besteht die Gefahr, dass von einem Teil der Bevölkerung Aktionen gesetzt werden, die unsere Generation bislang nicht gekannt hat. Da muss man sich schon überlegen, wie man diese gesellschaftliche Frage beantwortet."

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