CMS untersucht europäischen M&A-Markt: CMS European M&A Survey 2009

Wien (OTS) - Der CMS Verbund, einer der führenden Anbieter von Rechts- und Steuerberatung in Europa, veröffentlicht heute die Ergebnisse einer bisher beispiellosen Studie über den europäischen M&A-Markt. Die CMS European M&A Survey 2009 stellt eine detaillierte Analyse von rund 500 in Europa zwischen 2007 und 2008 abgeschlossenen M&A-Verträgen dar. Die Anwaltssoziätet CMS Reich-Rohrwig Hainz analysierte in diesem Rahmen Transaktionen aus Österreich und dem CEE/SEE-Raum. Sinkende Risikobereitschaft auf der Käuferseite, ein starker Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt sowie regionale Trends bei der Vertragsgestaltung sind nur einige der "Key Findings" der Studie.

In dieser bislang beispiellosen Studie hat CMS aus der Analyse und Kategorisierung einzelner Vertragsklauseln (so genannter Deal Points) zahlreiche praxisrelevante Schlussfolgerungen gezogen. Diese Studie ist die erste ihrer Art für Europa und gibt einen Überblick über die Trends der Vertragsgestaltung auf dem M&A-Markt - vor und während der Finanzmarktkrise. Für die CMS European M&A Survey 2009 hat ein grenzübergreifend hochkarätig besetztes CMS-Team sämtliche relevanten Vertragsklauseln von gesamt 494 (von CMS Kanzleien betreuten und) untersuchten Transaktionen ausgewertet und kategorisiert. Mit an Bord auch Dr. Peter Huber, LL.M., Partner und Leiter des M&A-Teams von CMS Reich-Rohrwig Hainz in Wien, der insbesondere Transaktionen aus Österreich und dem CEE/SEE-Raum beleuchtete. Das Ergebnis sind vor allem für Unternehmen und Finanzberater wertvolle Erkenntnisse über die aktuelle "Market Practice" im M&A-Bereich in ganz Europa.

"Wie erwartet wirkt sich der Wirtschaftsabschwung deutlich auf die Vertragsbedingungen von M&A-Transaktionen in Europa aus", kommentiert Huber. "Wir erleben deshalb nicht nur rückläufige Bewertungen und Preise, sondern sehen in den Kaufverträgen auch eine zunehmende Verlagerung der Transaktionsrisken vom Käufer auf den Verkäufer."

Kernergebnisse der CMS European M&A Survey 2009:

- Earn-outs (Vertragsgestaltungen, bei denen der endgültige Kaufpreis von der künftigen Entwicklung des Zielunternehmens abhängt) wurden als Preisanpassungs-Mechanismus zunehmend eingesetzt und kamen im zweiten Halbjahr 2008 fast doppelt so oft vor wie im ersten.

- Auch der Einsatz von MAC-Klauseln (die in der Regel einen Vertragsrücktritt des Käufers bei Eintreten eines Ereignisses mit wesentlichen negativen Auswirkungen ermöglichen) hat sich von der ersten bis zur zweiten Jahreshälfte 2008 nahezu verdoppelt.

- Die Höhe der Haftungsobergrenzen für Verkäufer ist 2007 und 2008 gestiegen.

- Im Verlauf des Untersuchungszeitraums sind die allgemeinen Garantielaufzeiten angestiegen und Eigenkapitalgarantien wurde vermehrt vereinbart.

"Diese Entwicklungen sind klare Anzeichen für einen Übergang von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt", sagt Huber. "Die Detailergebnisse unserer Studie sind sowohl für Käufer als auch für die Verkäufer bei Verhandlungen von M&A-Transaktionen im gegenwärtigen Umfeld ausgesprochen wertvoll. Unseren Daten zufolge ist zu erwarten, dass die Risikoaversion von Käufern im Verlauf dieses Jahres noch zunehmen wird."

Regionale Trends bei Vertragsgestaltung

Ein Vergleich der Studienergebnisse auf regionaler Ebene zeigt unter anderem folgende Trends in den Regionen Europas:

- Großbritannien: Mechanismen zur Kaufpreisanpassung [nach Closing] treten hier am häufigsten auf.

- Deutschsprachiger Raum: Treuhandkonstruktionen oder vergleichbare Instrumente zur Absicherung von Ansprüchen des Käufers sind weniger verbreitet als in anderen europäischen Ländern - im Gegensatz zu Frankreich zum Beispiel, wo ein derartiges Vorgehen sehr verbreitet ist.

- Mittel- und Osteuropa: die Streitbeilegung erfolgt ganz überwiegend per Schiedsverfahren.

Darüber hinaus wurde im Rahmen der Studie ein Vergleich zwischen Europa und Nordamerika (USA, Kanada) angestellt, der deutliche kulturelle und regulatorische Unterschiede erkennen lässt. So haben etwa MAC-Klauseln in den USA eine wesentlich größere Verbreitung als in Europa.

Für mehr Informationen zu den Studienergebnissen steht Dr. Peter Huber im Rahmen eines Hintergrundgespräches gerne zur Verfügung.

Diese sowie weitere Pressemitteilungen stehen Ihnen auf unserer Homepage unter www.cms-rrh.com zum Download zur Verfügung.

Über CMS Reich-Rohrwig Hainz

CMS Reich-Rohrwig Hainz wurde 1970 in Wien gegründet und entwickelte sich seitdem zu einem der führenden Spezialisten in allen Bereichen des Wirtschaftsrechts. Die Schwerpunkte der spezialisierten Teams mit international erfahrenen Juristen liegen in den Bereichen M&A, Banking & Finance, Real Estate, Steuerrecht, Arbeitsrecht, IP-und IT-Recht sowie Vergaberecht. Die Kanzlei hat eigene Büros in Wien, Belgrad, Bratislava, Brüssel, Kiew, Ljubljana, Sarajewo, Sofia und Zagreb. Gemeinsam mit den Partnerkanzleien in Budapest, Bukarest, Moskau, Prag und Warschau bietet CMS Reich-Rohrwig Hainz ein Team von mehr als 500 erfahrenen Spezialisten in der CEE/SEE-Region. www.cms-rrh.com

Über CMS

CMS ist der Verbund führender europäischer Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzleien und die erste Wahl für Organisationen, die in Europa ansässig sind oder es werden möchten.

CMS verfügt über fundierte und regionalspezifische Kenntnisse zu juristischen, steuerlichen und unternehmerischen Anliegen und bietet durch eine gemeinsame Strategie, die an 56 Standorten in 28 Rechtssystemen in West- und Mitteleuropa und darüber hinaus lokal umgesetzt wird, Dienstleistungen, bei denen der Mandant im Mittelpunkt steht. CMS, dessen Hauptniederlassung in Frankfurt angesiedelt ist, wurde 1999 gegründet und umfasst heute neun CMS Kanzleien mit über 2.200 Anwälten.

Die neun CMS Kanzleien sind: CMS Adonnino Ascoli & Cavasola Scamoni (Italien); CMS Albiñana & Suárez de Lezo (Spanien); CMS Bureau Francis Lefebvre (Frankreich); CMS Cameron McKenna LLP (Vereinigtes Königreich); CMS DeBacker (Belgien); CMS Derks Star Busmann (Niederlande); CMS von Erlach Henrici Ltd. (Schweiz); CMS Hasche Sigle (Deutschland) und CMS Reich-Rohrwig Hainz (Österreich). www.cmslegal.com

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