VSStÖ: Hochschulzugang muss frei sein

Zugangsbeschränkungen verhindern, nicht schönreden

Wien (SK) - Im Zuge der geplanten Novelle des Universitätsgesetzes 2002 (UG02) ließ Wissenschaftsminister Hahn schon mehrfach seine Pläne, Zugangsbeschränkungen zu verschärfen, durchblicken. "Der VSStÖ lehnt Zugangsbeschränkungen in jeder Form ab, denn sie sind jedenfalls sozial selektiv. Sie benachteiligen immer Leute, die schon von Anfang an nicht privilegiert sind, am stärksten trifft es Kinder aus Nicht-AkademikerInnenfamilien, Leute mit migrantischen Hintergrund und Frauen", erklärt Sophie Wollner, Spitzenkandidatin des VSStÖ. "Ein Kind von einem Akademiker beginnt fünfmal häufiger ein Studium als ein Kind von einem Vater mit Lehrabschluss. Zugangsbeschränkungen verstärken diese Ungerechtigkeit im Bildungssystem noch." ****

Von der Forderung der ÖVP-Aktionsgemeinschaft, nach jedem Bachelor nur den dazugehörigen Master nicht zu beschränken hält Wollner wenig:
"Es wird immer davon gesprochen die Mobilität und den Austausch zu fördern. Diese Regelung arbeitet in die genaue Gegenrichtung. Und das trifft besonders die Fachhochschulen: Schon jetzt ist der Wechsel von einer FH an eine Uni und umgekehrt sehr schwierig und undurchsichtig".

Die OECD Studie zeigt, dass Österreichs mit seiner AkademikerInnenquote von knapp 18 Prozent zu den Schlusslichtern im europäischen Vergleich zählt. Trotzdem Zugangsbeschränkungen einzuführen, ist für den VSStÖ untragbar.

"Wissenschaftsminister Hahn gibt Zugangsbeschränkungen einen anderen Namen und will die Studierenden für dumm verkaufen. Aber egal ob EMS-Test, Knock-Out-Prüfungen oder 'qualitative Zugangsbedingungen' - Zugangsbeschränkungen sind niemals tragbar und können auch nicht schöngeredet werden. Mit dem Minister zu kuscheln und noch bevor Verhandlungen begonnen haben, nachzugeben ist der falsche Weg und bringt den Studierenden nichts. Die ÖH muss eine kompetente und kritische Verhandlungspartnerin des Ministeriums sein!". (Schluss) mx/mp

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