VP-Leeb: "Campus-Modell der SPÖ bürokratische Husch-Pfusch-Aktion"

Ablehnung durch ÖVP im Stadtsenat

Wien (OTS) - Die ÖVP Wien lehnt das von der SPÖ vorgestellte Modell einer Campusschule als zu wenig weitgehend und als undurchdacht ab. "Für diese Ablehnung sprechen mehrere Fakten:
Erstens handelt es sich bei der vorliegenden Gesetzesnovelle um eine bürokratische Husch-Pfusch-Aktion á la SPÖ, die lediglich eine weitere Verwaltungsebene vorsieht. Zweitens wurden die Stellungnahmen der Bezirke im Gesetzesentwurf nicht berücksichtigt. Besonders schwer wiegt aus unserer Sicht, dass weder von Ex-Stadträtin Laska noch von ihrem Nachfolger Oxonitsch ein verbindliches pädagogisches Konzept vorgelegt wurde, sondern dass es nur zu einer Ansammlung neuer Türschilder an der Haustüre kommt. Der Verdacht liegt nahe, dass die SPÖ versucht, ihr Versagen im Schulbereich mit neuem Namen zu tarnen. Vielfalt im Bildungsbereich sieht jedenfalls anders aus", kritisiert VP-Stadträtin Isabella Leeb die SPÖ-Pläne.

Das Campus-Modell der SPÖ solle bereits ab Herbst am ersten Standort eingeführt werden, obwohl es bisher keinen Plan gibt, wie und wie lange der Unterricht stattfinden soll oder wie die Nachmittagsbetreuung organisiert werden soll. "Arbeit für die Stadt vortäuschen, aber ohne Plan und ohne Konzept - eben typisch SPÖ Wien", so Leeb. Dabei würden etwa die katholischen Privatschulen vorzeigen, wie ein Campus funktionieren könnte.

Tragfähiges VP-Modell

Auch VP-Wien-Obmann Johannes Hahn habe ein tragfähiges Campus-Modell vorgestellt. "Die SPÖ, die ja sonst auch nicht zimperlich in Sachen Ideenklau ist, bräuchte hier nur abzukupfern. Nach unserem Modell soll die Autonomie der jeweiligen Schulen an einem Campusstandort erhalten bleiben. Auch wollen wir Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen wie Sportvereinen und Institutionen zur Freizeitgestaltung am Campus ermöglichen und fördern, ebenso kulturelle Kopperationen etwa mit Musikschulen", führt Leeb weiter aus. Essenziell sei auch eine ausreichende bauliche Differenzierung bzw. räumliche Trennung am Campusstandort selbst, um den Schülerinnen und Schülern, sowie Kindern eine altersadäquate Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeit zu gewährleisten. "Und schließlich müssen die Bezirke, die die Bedürfnisse vor Ort einfach am besten kennen, maßgeblich in die Campusstandortauswahl sowie in die Umsetzung und Ausgestaltung maßgeblich eingebunden werden", forderte Leeb abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Wien - Pressestelle
TEL (01) 515 43 - 940
FAX (01) 515 43 - 929
mailto: presse@oevp-wien.at
http://www.oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVW0001