GPA-djp & GMTN: Starres Verhalten der ArbeitgeberInnen geht zu Lasten der Beschäftigten

Auch vierte Runde in der Elektro/Elektronikindustrie ohne Ergebnis

Wien (OTS) - Wien (GPA-djp/GMTN/ÖGB) "Neunstündige Verhandlungen brachten kein Ergebnis, das die Gewerkschaften für die Beschäftigten der Branche akzeptieren konnten", erklären der geschäftsführende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), Rainer Wimmer, und Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) nach der nunmehr vierten Verhandlungsrunde mit den ArbeitgeberInnen der Elektro- und Elektronindustrie am 18. Mai 2009. "Es war ständig das gleiche Angebot, wenn auch immer wieder in neuer Verpackung: eine Erhöhung der Löhne und Gehälter weit unter der Inflationsrate seit dem letzten Kollektivvertragsabschluss im Mai 2008.++++

Die Gewerkschaften, die insgesamt über 50.000 Beschäftigte in der Elektro- und Elektronikindustrie vertreten, zeigen sich enttäuscht über die starre Haltung der ArbeitgeberInnen, die zu Lasten der Beschäftigten der Branche geht: "Wir wären durchaus bereit gewesen, für Betriebe in schwierigen wirtschaftlichen Situationen maßgeschneiderte und beschäftigungssichernde Lösungen abzuschließen -aber nur als Teil eines insgesamt akzeptablen Verhandlungsergebnisses", sagt Wimmer. Jetzt informieren die Gewerkschaften nicht nur die BetriebsrätInnen, sondern auch die Beschäftigten - und sichern sich deren Unterstützung. "Denn offensichtlich nehmen die ArbeitgeberInnen das Zeichen von 25.000 Menschen, die am 13. Mai in Wien für faire Einkommen und ihren Kollektivvertrag auf die Straße gingen, nicht Ernst genug", resümiert Proyer.

Betriebsratsvorsitzende entscheiden am 27. Mai

Die fünfte Kollektivvertragsrunde wurde für den 4. Juni vereinbart. GMTN und GPA-djp werden vorab am 27. Mai 2009 gemeinsam mit allen Betriebsratsvorsitzenden der Elektro- und Elektronikbetriebe darüber entscheiden, wie die Forderungen der Gewerkschaften für die Beschäftigten erfolgreich durchgesetzt werden können. "Das wird keine Konferenz der Beratungen sein, sondern eine Konferenz der Entscheidungen", stellen Wimmer und Proyer klar und ergänzen: "Am 27. Mai werden wir festlegen, welche Schritte wir setzen, wenn es auch am 4. Juni zu keinem Abschluss kommt - und sehr viele Möglichkeiten gibt es nicht mehr!"

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