Neues Volksblatt: "E-Voting" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 19. Mai 2009

Linz (OTS) - Während die so genannten fortschrittlichen Studentenvertreter vom roten VSStÖ und der grünen GRAS beim E-Voting den Teufel an die Wand malen, stehen die konservativen Studiosi von der AktionsGemeinschaft dem Wählen per Internet aufgeschlossen gegenüber.
Es mutet schon eigenartig an, wie sehr sich ein beträchtlicher Teil der Studenten gegen die Möglichkeit der elektronischen Stimmabgabe bei der diesjährigen Hochschülerschaftswahl wehrt. Wer technologischem Fortschritt so skeptisch gegenüber steht, ist eigentlich an einer Universität fehl am Platz. Denn schließlich lässt man sich ja auch mit einem Studium auf zu erforschendes Neues ein. Doch lieber wird mit einer Akribie, die ansonsten seinesgleichen sucht, nach Gründen gegen das E-Voting argumentiert, als dass man sagt, jawohl, wir wollen diese neue Form des Wählens bestmöglich nutzen. Und das unter dem Blickwinkel, dass sich die Studenten mit der Wahlbeteiligung an den letzten ÖH-Wahlen alles andere als ein demokratiepolitisches Reifezeugnis ausgestellt haben.
Natürlich bleibt zu hoffen, dass die Premiere der Internet-Wahl ohne Pannen über die Bühne geht. Aber einen Versuch (mit entsprechendem Sicherheitsnetz) ist die Sache allemal wert.

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