SJÖ präsentiert Vorschläge für politische Bildungsarbeit an den Schulen

Moitzi: "Antifaschistische Aufklärungsarbeit an den Schulen muss massiv ausgeweitet werden"

Wien (SK) - Die Ereignisse in Ebensee und bei einer Schulfahrt ins ehemalige Vernichtungslager Auschwitz zeigen den akuten Handlungsbedarf für die schulische und außerschulische Aufklärungsarbeit über die Verbrechen des Nationalsozialismus auf. Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fordert deshalb ein umfassendes Maßnahmenpaket für die politische Bildung und präsentiert acht konkrete Vorschläge zur Verbesserung der antifaschistischen Bildungsarbeit: "Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass viele Jugendliche viel zu wenig über die grauenhaften Verbrechen des Nationalsozialismus Bescheid wissen und oftmals keine Tabus mehr kennen. Neben einem konsequenten Vorgehen gegen die rechtsextreme Szene muss antifaschistische Aufklärungsarbeit an den Schulen und in der außerschulischen Erziehung einen Schwerpunkt in der Bildungspolitik bilden." ****

Moitzi präsentierte daher am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst acht konkrete Vorschläge, wie die Bildungsarbeit an den Schulen verbessert werden kann.

Das Maßnahmenpaket umfasst folgende Punkte:
- Politische Bildung als eigenständiges Pflichtfach für alle Schultypen mit dem Bildungsziel, eigenständiges und kritisches Denken zu fördern
- "Zeitgeschichte-Tage": Eigene Projekttage, die sich mit der NS-Vergangenheit und deren Aufarbeitung auseinandersetzen
- Förderschwerpunkt für (schulische und außerschulische) Projekte, die sich mit dem Themengebiet beschäftigen
- Förderung von Gedenkfahrten und Führungen durch Gedenkstätten (ehem. KZ Mauthausen, Studienfahrten ins ehem. Vernichtungslager Auschwitz etc.)
- Jugendaustauschprogramme ausbauen und bestehende außerschulische Bildungseinrichtungen fördern
- Antifaschistischen Schwerpunkt in der LehrerInnenausbildung setzen - "Sensibilisierungskurse" für LehrerInnen zum rechtzeitigen Erkennen, wenn SchülerInnen in die rechtsextreme Szene geraten
- Beratungsstelle und Info-Hotline für Eltern, deren Kinder möglicherweise in ein rechtsextremes Umfeld geraten

"Die Umsetzung dieser Vorschläge soll gemeinsam mit einem rigorosen Vorgehen gegen die Neonazi-Szene dazu beitragen, dass Vorfälle wie jener in Ebensee nicht mehr passieren. Die Öffentlichkeit ist jetzt aufgerüttelt, jetzt liegt es an der Politik, die notwendigen Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, gegen das Vergessen und für eine aufgeklärte, antifaschistische Gesellschaft zu setzen", so Moitzi abschließend. (Schluss) mx/mp

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