Kinderfreunde-Vorsitzender Ackerl: "Vorkommnisse in Ebensee erfordern eine Entschuldigung und eine schonungs- wie lückenlose Aufklärung!"

Ackerl entschuldigt sich namens der Organisation der Kinderfreunde - Ursachen müssen genauestens analysiert, der Landessicherheitsrat neuerlich einberufen werden

Linz (OTS) - Der Bundesvorsitzende der Kinderfreunde, Josef
Ackerl, zeigt sich fassungslos über die Vorkommnisse rund um die Befreiungsfeiern in Ebensee. "Zuallererst möchte ich mich namens der Organisation der Kinderfreunde, zu denen auch die Roten Falken zählen, bei den Gästen der Befreiungsfeiern für diese Vorkommnisse entschuldigen!" so Ackerl. "Unsere Organisation, die sich den Werten der Demokratie, des Antifaschismus und der Gewaltfreiheit verpflichtet fühlt, ist zutiefst betroffen, dass ein Jugendlicher, den wir in unseren Reihen integriert glaubten, bei diesen Vorkommnissen beteiligt war!"

Für Ackerl ist es immer noch unverständlich, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte. "Darum habe ich bereits veranlasst, dass die Ursachen für das Abdriften des Jugendlichen organisationsintern genau analysiert werden müssen!" so Ackerl weiter. "Eines stimmt mich aber schon sehr bedenklich: wenn Jugendliche, die in eindeutig antifaschistisch ausgerichteten Organisationen und um Aufklärung bemühten Gemeinden sozialisiert wurden, trotzdem anfällig werden für rechtsextremes Gedankengut, wie weit ist es dann um unser gesellschaftspolitisches Klima bestellt?"

Neben der glaubwürdigen, weil von einer Organisation mit einer hundertjährigen antifaschistischen Tradition kommenden Entschuldigung sieht Ackerl zwei notwendige Konsequenzen:

- Analyse der Ursachen, denn das Verhalten der Jugendlichen kommt nicht von ungefähr: wer sind die rechtsextremen Aufrührer, Verführer und Hintermänner? Und welche Rolle spielt die menschenverachtende und aufhetzende Politik der Rechtsparteien, die während der Koalition der Jahre 2000 bis 2006 auch noch so richtig salonfähig gemacht wurde? Für Oberösterreich muss sich so rasch wie möglich der Landesssicherheitsrat damit befassen, der ohnehin für das 2. Quartal einberufen werden sollte und somit unverzüglich eingeladen werden könnte.

- Endlich wieder eine klare Distanzierung der Politik von Rechtsextremismus: dazu gehört auch eine Aufarbeitung "brauner Flecken", wie dies die SPÖ vor einigen Jahren gemacht hat, eine noch konsequentere Aufklärungsarbeit in Vereinen, Schulen u.ä. und die strikte und kompromisslose Distanzierung von allem, was die Entstehung des Rechtsextremismus fördert, wie zum Beispiel die Ablehnung menschenverachtender und aufhetzender Hasstiraden mancher politischer Gruppierungen

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