AHS-Gewerkschaft: Schluss mit Blockadepolitik bei der Schnittstelle nach der Volksschule

BM Schmied soll nicht von "Offenheit" sprechen, sondern sie praktizieren!

Wien (OTS) - Mit Verwunderung reagiert die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft auf die harsche und ablehnende Reaktion der Unterrichtsministerin auf Initiativen für eine Schullaufbahnberatung beim Übertritt von der Volksschule in Hauptschulen und AHS.

"Die reflexartige Ablehnung des Vorstoßes des VP-Bildungssprechers Werner Amon zeigt auf, wie strukturkonservativ die angeblich so reformfreudige Unterrichtsministerin ist. Denk- und Diskussionsverbote gepaart mit der gebetsmühlenartigen Forderung nach Einführung der Gesamtschule sind der falsche Weg!" so Eva Scholik, Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft.

Gerade in den Ballungsräumen besteht dringender Bedarf für ein Beratungsmodell, das dafür sorgt, dass Schülerinnen und Schüler die ihnen am besten entsprechende Schule besuchen.

Wie deutlich die öffentliche Zustimmung zu einem solchen Modell ist, beweist eine aktuelle Online-Umfrage der Tageszeitung "Die Presse", bei der sich rund 80 Prozent für Aufnahmeverfahren aussprechen.

"Die große Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich eine professionelle und an objektiven Kriterien orientierte Schullaufbahnberatung, die wir Lehrerinnen und Lehrer schon lange einfordern", stellt Scholik fest. "Damit wird ein optimales Eingehen auf den Entwicklungsstand des Kindes ermöglicht, das im Interesse aller Schulpartner liegt!"

Ein Vergleich zwischen Universitäten und Fachhochschulen, nachzulesen z.B. im "Bericht zur sozialen Lage der Studierenden 2006" (IHS), zeigt auf, dass objektive Auswahlkriterien soziale Diskriminierungen deutlich reduzieren. "Wer die Chancen der Kinder aus sozial benachteiligten Schichten verbessern will, kommt um derartige Aufnahmemodelle nicht herum", appelliert Scholik an BM Schmied.

Wem unsere Kinder am Herzen liegen, muss dafür Sorge tragen, dass ihre Schullaufbahn durch ihren jeweiligen Leistungsstand, ihre Lernmotivation und ihre Interessen und Neigungen bestimmt wird. Wer linken Utopien nachläuft, sorgt dafür, dass der soziale Status die Schullaufbahn bestimmt.

"Hunderte Sport- und Musikhauptschulen praktizieren seit vielen Jahren erfolgreich Aufnahmeverfahren, die Talente in die ihnen entsprechenden Schullaufbahnen lenkt. Wir Lehrerinnen und Lehrer sind offen für sinnvolle Innovationen! BM Schmied wäre gut beraten, endlich auch Offenheit zu praktizieren", so Scholik abschließend.

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