Hilfe für junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen: Ambulatorien der VKKJ verzeichneten auch 2008 wieder einen erhöhten Zustrom

Fast 6.500 Kinder und Jugendliche profitierten vom kostenlosen Therapieangebot auf e-card - Optimale Betreuung durch interdisziplinären Ansatz

Wien (OTS) - Rund 6.500 Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen nahmen im Vorjahr das umfassende Therapieangebot der VKKJ, Vereinigung zugunsten körper- und mehrfachbehinderter Kinder und Jugendlicher für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, in Anspruch. Dies geht aus dem Jahresbericht des privaten Vereines hervor, der vor über 30 Jahren von betroffenen Eltern gegründet wurde und heute bereits in neun Ambulatorien und einem Tagesheim in Wien und Niederösterreich rasche und kostenlose Hilfe bietet.

Gegenüber 2007 ist damit der Zustrom an jungen Menschen und deren Angehörigen in die Einrichtungen der VKKJ um weitere rund drei Prozent angestiegen, wobei Niederösterreich mit 9,2 Prozent den größten Zuwachs an PatientInnen verzeichnet. Insgesamt wurden 2008 in den Ambulatorien in Wien 3.518 junge Menschen und damit 54% der Patienten betreut. In Niederösterreich waren es 2.970 bzw. 46% am Gesamtaufkommen.

"Wir bieten in unseren Ambulatorien Kindern und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahren einen Mix aus verschiedensten Therapien. Vom Frühchen über Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltenauffälligkeiten bis hin zum körperbehinderten oder mehrfachbehinderten Jugendlichen helfen wir mit unserem interdisziplinären Ansatz, der die optimale Behandlung je nach individuellen Erfordernissen ermöglicht. Die jährlich wachsende Zahl der PatientInnen zeigt die Bedeutung unserer Einrichtungen für die Kinder und Jugendlichen und deren Familien", betont Mag. Andreas Steuer, Geschäftsführer der VKKJ.

Lernen, mit Behinderungen umzugehen und damit den Alltag leichter zu meistern, ist eine der wesentlichen Aufgabenstellungen, die sich die VKKJ zum Ziel gesetzt hat. Insgesamt rund 200 ÄrztInnen, PsychologInnen und TherpeutInnen tragen mit ihrer Arbeit Tag für Tag dazu bei, die Lebenssituation der jungen Menschen zu verbessern. Wobei ein ganz entscheidendes Kriterium die Früherkennung ist, die wesentlich zu einer Verminderung des Krankheitsbildes beitragen kann und je nach Schwere der Behinderung die Chancen zu einer zumindest teilweisen Reintegration der jungen Menschen in das normale Alltagsleben fördert.

Neben fachlicher Kompetenz und besonders verständnisvollem Umgang mit den jungen Menschen bilden auch räumliche Gegebenheiten die Voraussetzungen, um diese Aufgaben und den wachsenden Besucherzustrom zu bewältigen. 2008 stand daher für die VKKJ ganz ich Zeichen von Umbau- und Adaptierungsarbeiten sowohl in Wien als auch in Niederösterreich. In Wien konnte zusätzlich ein Jubiläum gefeiert werden.

Übersiedlung und Jubiläum in Wien

Einen entscheidenden Meilenstein bildete die Übersiedlung des ältesten und vom Patientenaufkommen am meisten frequentierten Ambulatoriums der VKKJ im 15. Wiener Bezirk: Nachdem der Standort Märzstraße den wachsenden Anforderungen in vielerlei Hinsicht nicht mehr gerecht wurde, bietet das neue "Ambulatorium Wiental" in der Graumanngasse 7 nun modernste Behandlungsinfrastrukturen für die rund 1.200 Kinder und Jugendliche, die allein diese Einrichtung in Anspruch nehmen.

Weiteres Highlight in Wien bildeten die Feierlichkeiten zum 25 jährigen Bestehen des Ambulatoriums Strebersdorf der VKKJ. Mit rund 1.100 Patienten im Vorjahr ist diese Einrichtung nicht nur Anlaufstelle für den 21. und 22. Wiener Bezirk, sondern auch für angrenzende Gemeinden aus Niederösterreich.

Fertigstellungen und neue Clearingstelle in Niederösterreich

Ganz im Zeichen der Erneuerungen für die VKKJ stand Niederösterreich im Vorjahr. So konnten mit der Fertigstellung des Umbaus im Ambulatorium Amstetten und dem Endausbau des neuen Ambulatoriums Eggenburg der VKKJ wesentliche Verbesserungen und Erweiterungen im Angebot geschaffen werden. Mit der Übernahme einer Clearingstelle in Wolkersdorf für psychologische Diagnostik in Zusammenarbeit mit dem Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfond (NÖGUS) wurde eine zusätzliche Beratungsstelle zur Findung individueller therapeutischer Maßnahmen geschaffen.

Über die VKKJ

Die VKKJ, Vereinigung zugunsten körper- und mehrfachbehinderter Kinder und Jugendlicher für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, wurde 1975 als privater Verein von betroffenen Eltern gegründet. Heute bietet die Vereinigung in neun Ambulatorien Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensauffälligkeiten und Behinderungen die Möglichkeit zur medizinisch-therapeutischen Behandlung auf Krankenschein bzw. e-card sowie in einem Tagesheim für Menschen mit Behinderungen eine Tagesbetreuung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem interdisziplinären Ansatz aus MedizinerInnen und TherapeutInnen aus verschiedenen Berufsgruppen, die gemeinsam individuelle, maßgeschneiderte Behandlungsmethoden für jeden Patienten bzw. jede Patientin entwickeln. Dadurch wird die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen gefördert und ein wesentlicher Beitrag zur medizinisch-therapeutischen Versorgung geleistet.

Weitere Informationen unter: www.vkkj.at

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