Gedenken für Vorarlberger Opfer der NS-Euthanasie

Denkmal im Kloster Irsee enthüllt

Irsee (VLK) - Landesstatthalter Markus Wallner eröffnete heute, Samstag, im Kloster Irsee gemeinsam mit Vertretern des Bezirks Schwaben eine Gedenkstätte für die dort während der NS-Diktatur ermordeten Kranken. Unter diesen Opfern waren auch fünf Vorarlberger, vier davon Kinder im Alter von drei bis 15 Jahren.

Das Kloster Irsee war während der NS-Diktatur eine Außenstelle des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren, in der psychisch und körperlich beeinträchtige Kinder und Erwachsene untergebracht waren. Bis zu 2.000 dieser Menschen wurden zwischen 1940 und 1945 ermordet, indem man sie verhungern ließ oder ihnen falsche Medikamente gab.

Das heute im Kloster Irsee enthüllte Denkmal wurde von dem Kölner Künstler Gunter Demnig entworfen. Darauf ist stellvertretend für die Vorarlberger Opfer der Name Rosa Maria Bechter genannt - ein Mädchen aus Lingenau, das im März 1943 im Alter von acht Jahren in Irsee zu Tode kam.

Die Denkmalsetzung geht auf eine Initiative des ehemaligen Leiters des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren Primar Michael von Cranach zurück. Gemeinsam mit Univ.-Doz. Wolfgang Weber und mit Unterstützung des Kulturforums Bregenzerwald schlug er eine Erinnerung an die in Irsee ermordeten Vorarlberger Opfer vor. Deren Schicksal ist seit einer 2008 vom HeimatEggMuseum und Kulturforum Bregenzerwald gezeigten Ausstellung über die Geschichte der NS-Euthanasie im Bregenzerwald sehr gut dokumentiert.

Links:
Zur Ausstellung Bregenzerwald: www.kufobregenzerwald.at/
Zu Gunter Demnig: www.stolpersteine.com/

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