FPÖ-Bundesparteitag: Strache verurteilt Diffamierung der österreichischen Jugend

Entwicklungshilfe für ein oder zwei Jahre aussetzen

Wien (OTS) - Mit rund 500 Delegierten und zahlreichen Gästen
begann heute in Linz der 29. ordentliche Bundesparteitag der FPÖ. FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache erinnerte zu Beginn seiner Rede an das Jahr 2005. "Wir haben gewusst, wir bleiben unserer Gesinnungsgemeinschaft treu, auch wenn es noch so schwierig sein wird." Jetzt gehe die FPÖ in Richtung 60.000 Mitglieder und liege in manchen Umfragen bei über 20 Prozent. Dies sei eine einzigartige Erfolgsgeschichte.

Es gebe auch einen unglaublichen Zulauf von jungen Menschen, die sich von den präpotenten Systemparteien abwenden. Deshalb würden die Jugendlichen von Rot und Schwarz an den Pranger gestellt. "Ich lasse nicht zu, dass unsere Jugend stigmatisiert und verunglimpft wird." Die Medien würden die Jugendlichen als Ausländerfeinde, Rechtsextremisten und sogar Nazis diffamieren. Strache verwies in diesem Zusammenhang auch auf die gewalttätigen Attacken von Linksextremisten gegen ihn und sein Team. Vorgestern wurde seine persönliche Referentin dabei verletzt. Der FPÖ-Chef nannte diese Extremisten "linke Nazis", die gewalttätig und hetzerisch agieren würden. Die FPÖ sei eine heimatpolitische Kraft, die Freiheit und Demokratie wolle und mit linkem und rechtem Extremismus nichts zu tun habe.

Im weiteren Verlauf seiner Rede thematisierte Strache die höchste Steuerbelastung in der Zweiten Republik, forderte ein Familiensteuersplitting und eine Entlastung der Österreicher und sprach sich gegen eine Vermögenssteuer aus. Kritik übte er an den 800 Millionen Euro, die nach Brüssel fließen. Dieses Geld werde in Österreich benötigt. Auch forderte Strache die Aussetzung der 700 Millionen Euro Entwicklungshilfe für ein oder zwei Jahre. Kritik gab es auch am Bankenpaket.

Geharnischte Kritik gab es auch an Raiffeisen-Generalanwalt Konrad und seiner Giebelkreuzkrake. Wilhelm Raiffeisen würde sich im Grab umdrehen, würde er sehen, wie Konrad den Genossenschaftsgedanken pervertiert habe. Der Raiffeisen-Konzern solle seine Medienanteile verkaufen. Strache thematisierte auch die verfehlte Massenzuwanderung und warnte vor der Islamisierung.

Die Vorfälle in Ebensee seien zu verurteilen. Nicht organisierte Lausbuben, die einen roten und schwarzen Familienhintergrund hätten, hätten blöd gehandelt. Im Zuge eines Streits sei es zu blöden Sagern gekommen. Dies sei zu verurteilen, aber man solle nicht Atombomben auf Spatzen werfen. Die Jugendlichen gehörten an den Ohren gezogen, aber nicht wochenlang in U-Haft genommen. Es sei außerdem unglaublich, dass im Dezember ein Rumäne in Ebensee ein 13jähriges Mädchen misshandelt und vergewaltigt habe, sich aber auf freiem Fuß befinde.

Weiters kritisierte Strache die EU-Asylrechtslinie. Andreas Mölzer sei der fleißigste EU-Abgeordnete. Der FPÖ-Obmann empörte sich auch über den Asylmissbrauch und forderte die Aussetzung der Schengen-Ostöffnung zumindest bis Jahresende. "Wir sind heute die echten Volksvertreter und keine Volksverräter", so Strache. Die FPÖ wolle eine andere politische Entwicklung in Österreich und Europa.

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