Lopatka: EBRD wichtiger Partner im Kampf gegen Wirtschaftskrise

250 Mio. Euro Aufträge für österreichische Firmen durch EBRD Mio.

London (OTS) - "Gerade in der Wirtschaftskrise nimmt die EBRD für Europa eine besondere Rolle ein, um maßgeschneiderte Lösungen für die von der Krise betroffenen Länder der Region zu entwickeln und zügig zu implementieren", sagt Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka anlässlich der Jahrestagung der EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), die derzeit in London stattfindet.

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die aktuellen Herausforderungen an die EBRD in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise, die Förderung des Aufschwungs sowie der weitere Transformationsprozess. Ende 2008 betrug das Gesamtvolumen der von der Bank vergebenen Finanzierungen 42 Mrd. Euro. Zusammen mit den Kofinanzierungs-Partnern hat sie seit ihrem Bestehen 135 Mrd. Euro investiert. Die EBRD selbst wird nunmehr als Antwort auf die Finanzkrise das Geschäftsvolumen für dieses Jahr um 20 Prozent auf sieben Milliarden Euro erhöhen.

"Die Bedeutung der EBRD für österreichische Wirtschaft liegt klar auf der Hand", so der Finanzstaatssekretär. "Die EBRD ist in einer Region tätig, die für die heimische Exportwirtschaft mit 20 Prozent der Ausfuhren zweitgrößter Absatzmarkt ist. Zudem haben sich österreichische Investoren stark in der Region etabliert, bekanntlich vor allem die österreichischen Banken."

"Die EBRD gilt als bedeutender Türöffner für unsere Unternehmen in den Zukunftsmärkten Europas, die derzeit natürlich unter der Wirtschaftskrise leiden. Mit dem Aufschwung werden die österreichischen Arbeitgeber viel Potential in der Region heben können", so Lopatka. Für Österreichs Unternehmen, die in der Region ganz besonders stark engagiert sind, ist die EBRD ein starker Partner. Ein Beleg dafür: Österreichs Wirtschaft konnte sich in den vergangenen fünf Jahren insgesamt Aufträge im Volumen von 250 Millionen Euro in der Region sichern, für die die EBRD Finanzierungsmittel bereitgestellt hat.

Umfangreiche Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise

Österreichs Vorstoß für eine breit koordinierte Vorgangsweise zur Stabilisierung der Volkswirtschaften in Zentral- und Osteuropa habe sich als richtig und sehr erfolgreich erwiesen. "In der Zwischenzeit wurden 50 Milliarden Euro für Zahlungsbilanzhilfen für unter Druck geratene EU-Staaten, die noch nicht Teil der Eurozone sind, bereit gestellt", so Lopatka. Die EBRD engagiert sich neben einer engen Kooperation mit der Europäischen Kommission auch in der "Joint IFI Initiative" für Ost- und Südosteuropa wie bei der Etablierung einer Koordinationsplattform für alle Stakeholder bei den Krisenreaktions-Paketen. Dieses Forum erleichtert vor allem die Koordination der öffentlichen mit den internationalen Banken in der Region und hat seine erste Bewährungsprobe beim Schnüren der Unterstützungspakete für Rumänien und Serbien bereits bestanden.

Österreich verstärkt EBRD-Engagement

Im Rahmen der Tagung wird der Finanzstaatssekretär auch mit EBRD-Präsident Mirow zusammentreffen. Bei dieser Gelegenheit wird das Engagement Österreichs am Municipal and Environmental and Infrastruktur (MEI) Programm, das von der EBRD zur Unterstützung von Kommunen in den EBRD-Operationsländern vor wenigen Jahren geschaffen wurde, auf vier Millionen Euro erweitert. Die ERBD fördert durch Beratung und Finanzierung von Projekten maßgebliche Verbesserungen im Gemeindestrukturbereich in den Ländern Südost- und Osteuropa.

Österreichische Experten werden über das MEI Programm zu Beratungsleistungen im kommunalen Bereich in den Sektoren Wasser, Sanitär, Transport Fernheiz-, und Wohnungsbau herangezogen. Diese Kontaktmöglichkeiten führen oftmals zur Anbahnung von Geschäftsmöglichkeiten für österreichischer Firmen. "Bisher wurden Projekte in Rumänien umgesetzt, die letztlich zu Aufträgen an österreichische Firmen geführt haben. Weitere Projekte in der Region sind in Vorbereitung. Mit der Auffüllung des MEI Fonds soll das für die österreichische Exportwirtschaft erfolgreiche Programm auch auf die andere Länder der Region ausgeweitet werden. Wir gehen davon aus, dass Österreichs Exporteure, denen die Krise derzeit stark zusetzt, maßgeblich davon profitieren werden", so Lopatka.

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Mag. Maria Mittermair-Weiss
Pressesprecherin des Finanzstaatssekretärs Dr. Reinhold Lopatka
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