BM Schmied: "Wir brauchen eine Schule der Zukunft, nicht der Vergangenheit"

Wien (OTS) - "Nach einigen Wochen der standespolitischen Ablenkung zeigt der Wunsch von ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon nach neuen Aufnahmetests für die AHS die wahren Ziele der ÖVP-Bildungspolitik:
Zurück in die Sechziger-Jahre, zurück in die bildungspolitische Vergangenheit", so Bildungsministerin Claudia Schmied.

"Alle internationalen Studien - etwa 'Education at a glance', PISA, zahlreiche EU-Studien oder ein demnächst veröffentlichter Prüfbericht der OECD - zeigen, dass die brutale Trennung der Kinder mit zehn Jahren soziale Ungerechtigkeit verschärft und Spitzenleistungen im Bildungssystem verhindert. Welche Konsequenzen zieht der ÖVP-Bildungssprecher aus diesen Studien? Er fordert eine weitere Verschärfung dieser Trennung. Internationale Bildungswissenschafter werden mit Recht den Kopf schütteln", so Schmied.

"Besonders bemerkenswert ist Amons Vorstoß, da wir einen beispiellosen Ansturm auf die Neue Mittelschule als Alternative zu dieser viel zu frühen Trennung erleben - auch und speziell in ÖVP-dominierten Bundesländern. Amon ignoriert also nicht nur die Vorschläge der internationalen Experten, er ignoriert vor allem die Wünsche der Eltern nach einem Schulsystem der Zukunft", ergänzt Schmied.

"Die von Amon geforderte Retro-Politik wird es in dieser Regierung nicht geben. Seine vollkommen unüberlegten Forderungen sind nicht Teil des Regierungsprogramms und somit auch kein Thema dieser Regierung. Ich appelliere allerdings an die progressiven Kräfte in der ÖVP, die auch maßgeblich an der Verwirklichung der Neuen Mittelschule beteiligt waren, und erinnere an das Bildungsprogramm '2020' der Industriellenvereinigung und an die zukunftsweisenden Bad Ischler Erklärungen der Sozialpartner. Die ÖVP darf ihre Bildungspolitik nicht der Lehrergewerkschaft und dem ÖAAB überlassen. Sie stellt sich damit ins gesellschaftliche Out und verliert ein wichtiges Standbein einer zukunftsorientierten Politik", so Schmied abschließend.

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