"profil": Russlands UN-Botschafter äußert Skepsis über Sanktionen gegen den Iran

Zmeyevskiy: "Jeder Staat hat das Recht, Atomenergie zu produzieren."

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht sich Alexander Zmeyevskiy, Botschafter der russischen Föderation bei den Internationalen Organisationen in Wien, dafür aus, Verhandlungen mit dem Iran auch dann weiterzuführen, wenn dieser die Anreicherung von Uran nicht stoppt.

"Ich bin für jede Art von Gesprächen im Vergleich zum Einsatz von Gewalt", so Zmeyevskiy: "Ich glaube nicht, dass wir dem Iran prinzipiell verbieten können, Uran anzureichern. Jeder Staat hat das Recht, Atomenergie zu produzieren. "

Die Wirkung von Sanktionen schätzt Zmeyevskiy im "profil"-Interview skeptisch ein: "Ich kenne nicht viele Fälle, in denen Sanktionen funktioniert haben. Ich kann mich nicht gegen die UN-Charta stellen. Aber wir sollten die Sanktionen nicht überstrapazieren."

Die von US-Präsident Barack Obama propagierte Idee einer Welt ohne Atomwaffen sei "ein edles Ziel, aber wir müssen realistisch bleiben. Jeder Arzt sagt, man soll nicht rauchen, aber manchmal kann es auch gefährlich sein, mit dem Rauchen aufzuhören."

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO0003