Liberalisierungswahnsinn in der Post AG stoppen

Frais: "Finanzminister Pröll und Post-Vorstand haben aus der Krise offenbar nichts gelernt"

Linz (OTS) - "Das Post-EBIT liegt mit 168 Millionen Euro im Jahr 2008 auf Rekordniveau und den Aktionären wird eine Rekorddividende von 2,5 Euro pro Aktie gezahlt, so als ob es nie eine Finanzkrise gegeben hätte. Gleichzeitig feiert der neoliberalistische Zusperr-und Rationalisierungskurs fröhliche Urständ, indem der Vorstand erneut hunderte Postämter zusperren will und jetzt sogar die Löhne der Post-Zusteller um 30 Prozent kürzen will. Genau diese Form des Wirtschaftens, das einzig und allein zur Bedienung von Börsen- und Aktionärsinteressen dient, ist einer der Auslöser für die Weltwirtschaftskrise gewesen", kritisiert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais die heute bekannt gewordenen Pläne der Auslagerung der Briefzustellung durch die Post AG scharf.

Die Ankündigung des Post-Vorstands, die Briefzustellung an Private auslagern zu wollen, stellt einen direkten Angriff auf zentrale Arbeitnehmerrechte dar. "Wenn die Post ihre Postämter schließt und die Briefkästen radikal reduziert, den Paketdienst durch Private durchführen lässt und jetzt sogar ihre Briefträger auslagert, dann stellt sich die Frage, was überhaupt noch übrig bleibt", so Frais. "Denn Aufgabe der Post ist es nicht primär hohe Dividenden an Aktionäre zu zahlen, sondern die qualitativ hochwertige Versorgung mit Postdienstleistungen flächendeckend in ganz Österreich zu gewährleisten! Das scheint aber im Liberalisierungswahn, der in der Post AG herrscht, völlig unterzugehen."

Gefordert ist jetzt Finanzminister Pröll als Eigentümervertreter des 51%-Anteils des Bundes an der Post auf das Unternehmen einzuwirken, um den dort immer noch vorherrschenden neoliberalen Schüssel-Kurs zu stoppen. "In der Österreichischen Post macht das Management genau jenen entscheidenden Fehler, dass es sich einzig nach der Börse und den Aktionärsinteressen richtet. Die eigenen Mitarbeiter werden offenbar nur noch als Kostenfaktor gesehen, den es zu reduzieren gilt. Eine fatale Haltung, die aus sozialdemokratischer Sicht absolut unhaltbar ist. Die Gewerkschaft hat bei ihrem Abwehrkampf gegen diese neoliberalen Attacken des Post-Managements die volle Unterstützung der SP-Oberösterreich", betont der SP-Klubobmann.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40004