Österreichische Vereinigung für Supervision präsentiert neueste Erkenntnisse der Hirnforschung

Wien (OTS) - Bei einem Pressegespräch in Wien wurde heute die zweitägige Fachtagung "Brush up your Tools" der Österreichischen Vereinigung für Supervision (ÖVS) vorgestellt, die ab morgen, Freitag, 15. Mai, bis Samstag, 16. Mai 2009 im Salzburger Brunauer Zentrum stattfindet. An der Veranstaltung, die innerhalb weniger Tage ausgebucht war, nehmen rund 120 Supervisor/innen aus ganz Österreich teil. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung stehen die neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse über den Einsatz von Emotion und Empathie in der Beratung. Mehr Infos unter www.oevs.or.at

Empathie und Mitgefühl aus Sicht der Neurowissenschaften Eröffnet wird die Tagung am 15. Mai mit dem Impulsvortrag "Ich fühle was, was du (nicht) fühlst - Empathie und Mitgefühl aus Sicht der Neurowissenschaften" von Dr. Claus Lamm, Neurowissenschafter und Psychologe, Universität Zürich. "Supervisor/innen und Coaches müssen mit den belastenden Emotionen anderer souverän umgehen. Die Neurowissenschaft zeigt, dass ein Zuviel an Empathie zu einer Abwehr-Reaktion bei Berater/innen führen kann, es wird versucht, sich aus der unangenehmen Situation zurückzuziehen. Eine solide Supervisions-Ausbildung muss diese Erkenntnisse berücksichtigen", so Lamm.

Bei einer Podiumsdiskussion unter der Leitung von Dr. Wolfgang Knopf, Vorsitzender der ÖVS und Präsident der Assoziation nationaler Verbände für Supervision in Europa (ANSE), werden die Auswirkungen der aktuellen neurowissenschaftlichen Erkenntnisse für den Beratungsalltag reflektiert.

Workshops zu Kernthemen der Supervision

Am 16. Mai erhalten ÖVS-Supervisor/innen in Workshops internationaler Top-Referent/innen Wissen aus erster Hand. Das Themen-Spektrum umfasst neben neurowissenschaftlichen Erkenntnissen Kernthemen der Supervision wie Krisenintervention, Coaching im Sport und Work-Life-Balance. Mag. Siegfried Tatschl, Supervisor ÖVS, Institut für Supervision und Organisationsentwicklung Wien, erläutert, warum ein Blick bei der Kontaktaufnahme zwischen zwei Menschen mehr als tausend Worte sagt. Louis van Kessel, Gründungspräsident der ANSE und Dozent der Supervisionsausbildung der Hochschule Rotterdam sowie Arnhem-Nijmegen, stellt Supervision aus niederländischer Sicht, in der der Aspekt des Lernens stärker als im deutschen Sprachraum betont wird, vor.

ÖVS stellt Supervision auf evidenz-basierte Grundlage

"Sich in ihre Klient/innen hineinzuversetzen, ist für Berater/innen von zentraler Bedeutung," so Knopf. " Die Neurowissenschaften liefern spannende Einsichten, wie Einfühlungsvermögen, Wahrnehmung und Prozesse der Entscheidungsfindung ablaufen. Mit der Tagung will die ÖVS ihre Mitglieder auf den neuesten wissenschaftlichen Stand bringen. Die Veranstaltung unterstreicht einmal mehr den Anspruch der ÖVS, Supervision auf eine evidenz-basierte Grundlage zu stellen."
Die Ergebnisse der Tagung werden voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres in der Buchreihe Supervision-Coaching-Organisationsberatung im facultas.wuv-Verlag publiziert. Die nächste Fach-Tagung ist für Juni 2010 in Bregenz geplant.

ÖVS sorgt für Qualität bei Supervision und Coaching

Der Österreichischen Vereinigung für Supervision, ÖVS, gehören 1.200 eingetragene SupervisorInnen in ganz Österreich an, die über hohe Beratungs-Kompetenz, fachliches Know-how und langjährige Praxiserfahrung in Sachen Supervision und Coaching verfügen. Sie alle haben sich zur Einhaltung strenger ethischer Richtlinien verpflichtet, um höchste Beratungsqualität sicherzustellen. Die ÖVS wurde 1994 gegründet und umfasst 9 Bundeslandgruppen und 15 Ausbildungseinrichtungen in ganz Österreich. www.oevs.or.at

Supervision und Coaching zielen auf Reflexion, Problembewältigung und das Erarbeiten von Lösungsstrategien im betrieblichen Umfeld ab. Eng damit verbunden ist eine erhöhte Kommunikationskompetenz, Zufriedenheit, Motivation und Leistungssteigerung.

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