GPF: Post verabschiedet sich von Briefzustellung

Gewerkschaft beginnt mit österreichweiten Streikvorbereitungen

Wien (ÖGB/GPF) - Der zuständige Postvorstand VD DI Hitziger hat heute, am 14. Mai 2009, den Postbetriebsrat persönlich davon in Kenntnis gesetzt, die eigene Briefzustellung ab 22. Juni 2009 an private Zustellfirmen auszulagern. Der Entschluss ist im Gesamtvorstand der Post AG gefallen. Damit sollen mittelfristig bis zu 6.000 Briefträger ihren Arbeitsplatz verlieren.++++

Der Postvorstand hat die derzeit laufenden Kollektivvertragsverhandlungen für Neuaufnahmen somit einseitig beendet und damit einen entscheidenden vorbereitenden Schritt für die bevorstehende Liberalisierung verabsäumt.

Wenn der Postvorstand nach der Auslagerung der Paketzustellung, den LKW-Transporten, der Schließung von mehr als 1.000 Postämtern sich nun auch von der Briefzustellung verabschiedet, bedeutet dies den Ruin der Post.

"Ein Vorstand, der zu solchen Maßnahmen greift, schädigt massiv ein derzeit erfolgreiches Unternehmen und vernichtet damit tausende von Arbeitsplätzen. Damit ist der Vorstand der Österreichischen Post AG gescheitert und sofort ablösereif", so Gerhard Fritz, Vorsitzender der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten.

Jetzt ist Vizekanzler Dr. Josef Pröll gefragt, endlich personelle Entscheidungen zur Sicherung der Post AG zu treffen. Wenn der Finanzminister jetzt zusieht, macht er sich mitschuldig.

Indes bereitet sich die Gewerkschaft bereits ab Mittwoch, 20. Mai 2009 auf unternehmensweite Streiks vor.

ÖGB, 14. Mai 2009 Nr. 291

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Martin Palensky
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