Lebensministerium unterstützt UN-Forderung nach nachhaltiger Waldbewirt-schaftung zum Schutz des Klimas

Österreich von nun an im Vorsitz des UN-Waldforums vertreten

Wien (OTS) - Unser Klima braucht nachhaltig bewirtschaftete
Wälder. Dies ist der Kern einer kürzlich vom Waldforum der Vereinten Nationen vorgelegten Resolution. Das Waldforum fordert darüber hinaus die Klimakonvention und andere Umweltab-kommen zur verstärkten Zusammenarbeit und einheitlicher Vorgangsweise auf, wenn es um Maßnahmen des Waldschutzes geht. Ziel ist schließlich ein gemeinsamer Waldaktionsplan. "Die Methoden und Instrumentarien für nachhaltige Waldbewirt-schaftung sind bei uns bereits etabliert. Nun geht es darum, sie auch dort bekannt zu machen, wo sie dringend gebraucht werden. Österreich unterstützt daher die Forde-rung der UNO nach einer umfassenden und globalen nachhaltigen Waldbewirtschaf-tung", so Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich anlässlich der aktuel-len UN-Waldresolution.

Im Laufe der 14tägigen Sitzung wurde auch der Österreicher Ingwald Gschwandtl - Leiter der Abteilung Waldpolitik und Waldinformation im Lebensministerium - in den Vorsitz des UN-Waldforums gewählt und wird die globale Waldagenda für die nächs-ten zwei Jahre mit gestalten. "Österreich ist ein Musterland für Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft mit viel Know-How, das international noch stärker als bisher einge-bracht werden muss", so Berlakovich. Der Minister begrüßt daher, dass mit Ingwald Gschwandtl ein ausgewiesener Experte für internationale Waldpolitik zum neuen Vi-ze-Vorsitzenden des UN-Waldforums gewählt worden ist. Gschwandtl wird gemein-sam mit vier Vertretern aus anderen Weltregionen für zwei Jahre die globale Wald-agenda vorantreiben.

Fast 20 Prozent des weltweiten Kohlenstoffausstoßes gehen auf Entwaldung und Waldverwüstung vor allem in den Tropen zurück. Dies trägt zur Erderwärmung bei und gefährdet die biologische Vielfalt. Der Wald ist daher Gegenstand verschiedener Initiativen im Klima- und Umweltschutz. Nicht zuletzt geht es dabei auch um finanziel-le Mittel. Für den Aufbau nachhaltiger Waldbewirtschaftung vor allem in den armen Ländern der Welt müssen erst die notwendigen Strukturen geschaffen werden. Bei der jüngst in New York zu Ende gegangenen achten Sitzung des Waldforums konnte keine Einigung über einen Finanzmechanismus erzielt werden. Zu weit lagen die Forderungen der Entwicklungsländer und die Angebote der Industriestaaten ausein-ander. Finanzkrise und Wirtschaftsturbulenzen haben sich auch hier niedergeschla-gen. Die Verhandlungen gehen in die nächste Runde und sollen spätestens in zwei Jahren zum Abschluss gebracht werden.

Das Waldforum der UNO wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel eingerichtet, die nachhal-tige Bewirtschaftung der Wälder weltweit zu fördern. Hauptziele sind, die Entwaldung und Waldverwüstung einzudämmen, die wirtschaftliche Leistung der Wälder zu verbessern, Schutzgebiete auszuweiten und Investitionen in die Wälder anzuregen. Dem Forum gehören alle 192 Mitgliedsstaaten der UNO an. Darüber hinaus nehmen auch Umweltgruppen und Interessensvertretungen an den Sitzungen teil. Fachlich wird das Forum von der Waldpartnerschaft, einem Zusammenschluss von vierzehn einschlägigen, global tätigen internationalen Institutionen und Organisationen, unter-stützt. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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