Bollmann: "Für Verkehrswirtschaft bedrohlich Kostenwelle abfangen!"

"Förderung der Ausbildungskosten für C- und D-Lenker wäre wichtiges Signal für den heimischen Transsportstandort" - "Entschiedenes Handeln nötig, um Sonderbelastung abzufedern"

Wien (PWK376) - Die heimische Verkehrsbranche kann in der
aktuellen Krise gegen ausländi¬sche Konkurrenz nur dann erfolgreich bestehen, wenn sie ihre Stärken, nämlich die Qualität der Dienstleistungen, weiter stärkt und ausbaut. Weiterbildung und eine hohe Mitarbeiterflexibilität sind daher ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Die Unternehmer investieren kontinuierlich in diesen Bereich, doch müssen die Investitionen auch in Zukunft leistbar sein, betont Bundesspartenobmann Harald Bollmann, Sprecher der Verkehrswirtschaft in der WKÖ.

Die Wirtschaftskrise und die hohen Kosten infolge der neu eingeführten Grundqualifikationsprüfung für alle Bus- und Lkw-Lenker sind bedrohlich. "Hier kommt eine gewaltige Kostenlawine auf die heimischen Personen- und Güterbe¬förderer zu".

Angesichts der bereits jetzt angespannten Arbeitsmarkt- und Wirtschaftslage fordert Bollmann eine bundesweite Förderung der gesamten Ausbildungskosten für C- und D-Lenker. "Dies wäre ein wichtiges Signal für den heimischen Transportstandort", so der Verkehrsexperte. Damit könnte man die Berufswahl für den Berufskraftfahrer attraktiver machen und gleichzeitig die Unternehmer entlasten. Die bisherigen steuerlichen Möglichkeiten des Bil¬dungsfreibetrags bzw. der Bildungsprämie seien in ihrer Höhe angesichts der flächen¬deckenden Schulungen bei weitem nicht ausreichend für diese große Belastungswelle.

"Hier muss der Bund Geld in die Hand nehmen, um den Unternehmen beizuspringen. Öster¬reich als Hochlohnland benötigt eine funktionierende Transportwirtschaft als Rückgrat für seinen Wohlstand. Daher ist ein Beitrag zur Stärkung der Transportwirtschaft eine wichtige Zukunftsinvestition in den heimischen Wirtschaftsstandort. Verkehr ist kein Selbstzweck. Eine arbeitsteilige Wirtschaft kann ohne Verkehrswirtschaft nicht existieren", unterstreicht Bollmann abschließend: "Entschiedenes Handeln ist jetzt notwendig, um die einmalige Sonderbelastung abzufangen". (hp)

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