WKÖ-Ehrenmedaille für Verheugen: Mit Vernunft und Herz für Europas KMU

EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie hat zahlreiche Meilensteine für Europas kleinere Unternehmen gesetzt

Wien (PWK375) - "Günter Verheugen hat uns allen gezeigt, was es heißt, sich tatkräftig für Europas Unternehmer einzusetzen. Anfangs war ich skeptisch, ob der EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie besonders für die Kleinen genug tun wird. Verheugen hat es geschafft, meine Bedenken zu zerstreuen und sich als wahrer Europäer erwiesen, der auch die Sorgen der kleinen Unternehmer ernst nimmt", betonte Christoph Leitl als WKÖ-Präsident und in seinen europäischen Funktionen anlässlich der Verleihung der Goldenen Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) an Verheugen am Mittwochabend in Prag. "Verheugen hat Worten Taten folgen lassen und stets mit Vernunft und Herz für die Wirtschaft gehandelt. Was Sinatra für die Musik war, ist Verheugen für die Wirtschaft: The Voice - die Stimme."

Kommissar Verheugen hat zahlreiche Meilensteine für Europas KMU gesetzt: Er hat sich innerhalb der Europäischen Kommission stark und erfolgreich für die von der WKÖ seit langem geforderte Erhöhung der De-Minimis-Schwelle engagiert. "Die Anhebung der Schwelle der nicht von Brüssel zu genehmigenden staatlichen Beihilfen auf nunmehr 500.000 Euro bedeutet gerade in Krisenzeiten wie diesen eine große Erleichterung für Europas Unternehmen, die nun rascher und unbürokratischer staatliche Unterstützung erhalten und so die in der Krise auftauchenden Geldprobleme leichter bewältigen können", betonte Leitl. Zudem erleichtern staatliche Kreditbürgschaften mit günstigeren Prämien und höhere Risikokapitalbeihilfen KMU den Zugang zu Finanzierungen wesentlich.

In seiner Funktion als Unternehmenskommissar hat Verheugen zudem der ausufernden Bürokratie den Kampf angesagt: "Es ist seiner Initiative zu verdanken, dass die Kommission eine umfassende Strategie zur besseren Rechtsetzung ("Better Regulation") eingeleitet hat, deren Ziele einfachere Regelungen und somit weniger Verwaltungslasten für die Unternehmen sind", erklärte Leitl. Bis zum Jahr 2012 soll es auf EU-Ebene um 25 Prozent weniger bürokratische Lasten für die Betriebe geben. Auch Österreich hat sich in der Folge dazu verpflichtet, die Verwaltungskosten auf nationaler Ebene um 25 Prozent zu senken.

Der von Verheugen 2008 präsentierte Small Business Act wird die europäische KMU-Politik entscheidend zum Positiven verändern. Er ist eine wertvolle Basis für eine ernsthafte und nachhaltige europäische KMU-Politik. Der SBA erfüllt zahlreiche langjährige Forderungen der WKÖ, wie etwa eine einfachere Teilnahme für kleinere Unternehmen an öffentlichen Ausschreibungen oder die Förderung unternehmerischen Denkens bereits in der Schule. "Vor allem aber die Einführung des ‚Think Small First‘-Prinzips, wonach alle neuen Gesetzesvorschläge und Initiativen zuerst auf ihre KMU-Freundlichkeit getestet werden müssen, wird garantieren, dass die Interessen der kleineren Unternehmer auch wirklich Priorität haben", so Leitl. "Dies wird Europa helfen, auch in einer globalisierten Welt ganz vorne mitzuspielen und Erfolg zu haben." (FA)

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