SPÖ Blatnik: Frauenbild der orange-schwarzen Koalition ist beschämend

Umdenken zu Gunsten der Frauen in Kärnten dringend notwendig

Klagenfurt (OTS) - Das Frauenbild in Kärnten, das derzeit von der orange-schwarzen Koalition gezeichnet wird, sei als äußerst beschämend zu bezeichnen, so SPÖ Frauenvorsitzende Bundesrätin Ana Blatnik. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass der engagierte Einsatz der vergangenen Jahre von zahlreichen Frauen zu Gunsten einer Gleichstellung von Mann und Frau nun durch überholte Weltanschauungen einiger weniger zunichte gemacht wird, so Blatnik. "Die gesellschaftspolitische Wende, die hier offensichtlich angestrebt wird, indem man Frauen an Heim und Herd bindet, sei es zur Kinder-oder Altenbetreuung, würde einen gewaltigen Rückschritt im Kampf um Frauenrechte bedeuten", gibt Blatnik zu bedenken. Sie strebt in diesem Zusammenhang ein Umdenken in den Köpfen einiger Männer an, deren Frauenbild offenbar noch aus längst vergangenen Jahrhunderten stammt. "Wir werden es nicht zulassen, dass Frauen der Weg in den Beruf versperrt wird. Wir stehen auf und verschaffen den Stimmen der Frauen Gehör", sichert Blatnik ihre Unterstützung zu und spricht sich vehement gegen die Wiedereinführung des Angehörigen-Beitrages für Pflegeheimbewohner aus. Diese würde bedeuten, dass viele Pflegebedürftige aus finanziellen Gründen künftig zu Hause betreut werden müssten, was in den meisten Fällen den Frauen als Aufgabe zufallen würde.

"Ebenso erschreckend ist für mich der dramatische Geburtenrückgang, den Kärnten zu verzeichnen hat", zeigt sich Blatnik schockiert ob dem historischen Tiefpunkt von weniger als 1.000 Geburten in einem Quartal. Die vermeintlich familienfreundliche Politik des BZÖ spiegle sich in diesen Zahlen deutlich wider. "Viel zu teure Kinderbetreuungseinrichtungen lassen für Frauen oft keine Vereinbarkeit von Kindern und Beruf zu, weshalb es mich persönlich nicht wundert, dass sich viele Frauen dazu entscheiden, lieber keine Kinder zu bekommen, um ihr berufliches Standbein nicht zu gefährden", so Blatnik, die Rechtsanspruch auf leistbare Betreuungseinrichtungen für unter Dreijährige fordert, damit Frauen der Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtert wird. Ebenso stellt die SPÖ Frauenvorsitzende die Forderung nach einem sogenannten Lohnspiegel, denn wenn Frauen gleich auf den ersten Blick sehen, wie groß die Unterschiede bei der Bezahlung immer noch sind, dann werden sie auch mutiger mehr Gleichberechtigung einfordern. "Gemeinsam werden wir uns dafür einsetzen, die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen endlich zu schließen und Ausbildungswege anzubieten, die es Frauen ermöglichen in noch männerdominierten Berufssparten Fuß zu fassen", so Blatnik abschließend.

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