Rasinger: Ja zum Sparen im Gesundheitssystem, aber Nein zu Rationierungen

Gesundheitswesen muss trotz des Sparkurses weiterentwickelt werden

Wien (ÖVP-PK) - Das österreichische Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt und liegt bei den Kosten im internationalen Vergleich auf Platz 7. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Frage der Gesundheitsversorgung meist eine zentrale Lebensfrage. Es geht dabei darum: Will die Gesellschaft ein hohes Niveau halten oder soll es zu Rationierungen von Leistungen kommen, die dann vor allem Kinder, ärmere Schichten oder ältere Menschen mit geringerer Pension treffen würden? "Wir in Österreich gehen folgenden Weg: Ja zum Sparen, aber Nein zu Rationierungen. Deshalb hat die Regierung die Krankenversicherungen und alle Partner im Gesundheitswesen aufgerufen, die Möglichkeiten von Einsparungen darzustellen, ohne das Leistungsniveau abzusenken. Das sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger anlässlich des heutigen Unterausschusses des Budgetausschusses zum Kapitel Gesundheit. ****

Trotz aller Sparmaßnahmen sei es zudem notwendig, das Gesundheitswesen weiter zu entwickeln. Hier gehe es vor allem um die Rehabilitation, die Gesundheitsförderung, den Ausbau der Hospiz- und Palliativmedizin sowie der Kinder- und Jugendmedizin oder Kinderpsychiatrie, so Rasinger, der auch die vom Minister schrittweise angekündigte Einführung des elektronischen Gesundheitsakts begrüßte. Durch die Elektronik könne man Einsparungen erzielen; es gelte allerdings, keine sinnlose Datenbürokratie und keine Datenfriedhöfe zu schaffen.

Im Regierungsprogramm werde die wichtige Verbesserung der jetzt schon sehr guten Rehabilitation angeschnitten, zeigte sich Rasinger erfreut darüber, dass der Gesundheitsminister im heutigen Unterausschuss deren Ausbau angesprochen habe und mehr ambulante Rehab-Einrichtungen zulassen möchte.

Zufrieden zeigte er sich auch über das Budget in Höhe von 85 Millionen für die Vorsorge, davon allein 7,2 Millionen für den Fonds Gesundes Österreich - eine bundesweite Kontakt- und Förderstelle für Gesundheitsförderung und Prävention. Positiv sieht Rasinger auch die von Stöger angekündigte Unterstützung von kreativen Ideen und neuen Modellen in der Palliativmedizin.

Einsparungsmöglichkeiten sieht der Gesundheitssprecher allerdings im Abbau der derzeit etwa 50.000 Akutbetten. Laut Stöger erreiche die Auslastung in diesem Bereich nur 85 Prozent.

"Gesundheit ist das höchste Gut. Erst wenn jemand krank ist, kann er es erst wirklich schätzen, wie wichtig eine vorausplanende Gesundheitsversorgung ist, die das Notwendige zur Verfügung stellt. Eine Situation wie in Deutschland oder England, wo eine Zwei-Klassen-Medizin und eine Rationierung an der Tagesordnung sind, wollen wir in Österreich unter allen Umständen verhindern", schloss der ÖVP-Gesundheitssprecher.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0004