Amon: „Sex-Befragung“ von Schülerinnen und Schülern muss personelle Konsequenzen im BIFIE nach sich ziehen

Bundesministerin Schmied muss endlich Ordnung schaffen

Wien, 14. Mai 2009 (ÖVP-PK) „Wie heute neuerlichen Medienberichten zu entnehmen ist, scheint der BIFIE-Skandal weitere Kreise zu ziehen, in dem jetzt auch sexuelle Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler sowie äußerst intime und private Details vom Bundesbildungsforschungsinstitut BIFIE unter der Leitung von DDr. Günter Haider abgefragt werden. Nahezu jede Woche macht dieses Institut mit negative Meldungen Schlagzeilen - damit muss nun endlich Schluss sein“, so ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon. ****

Bereits im Rahmen der Baseline-Testung für die Bildungsstandards wurde erstmals bekannt, dass es einen zusätzlichen Fragebogen gibt und die Schülerinnen sowie Schüler zu privaten Details befragt werden. „Dieser ominöse Fragebogen und die Ergebnisse mussten nach massiver Kritik seitens zahlreicher Eltern und der Politik vernichtet werden. Daher ist die Frage, welche unnötigen Kosten dadurch entstanden sind und wer dafür die Verantwortung trägt, mehr als berechtigt. Diese Frage blieb jedoch bis heute unbeantwortet“, so Amon.

Dass nun aber auch beim PISA-Test noch „pikantere Details“ abgefragt werden „ist völlig inakzeptabel und verleiht der Causa eine neue Dimension. Offenbar haben die Verantwortlichen im BIFIE aus den letzten Wochen nichts gelernt“, so Amon. Es sei einfach untragbar, dass „hier manche unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Arbeit - womöglich zur privaten Belustigung -agieren und die Kinder und Jugendlichen mit Fragen konfrontieren, die eindeutig die Grenze des Erträglichen überschreiten“, kritisierte Amon.

Diese skandalösen Fragebögen sowie die massive Kritik von renommierten Wissenschaftlern – wie zuletzt von Univ. Prof. Erich Neuwirth in einem Gastkommentar in der Tageszeitung „Die Presse“ vom 6. Mai – an der wissenschaftlichen Arbeit des BIFIE sind eindeutig Beleg dafür, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. „Ich fordere die Frau Bundesministerin auf, endlich und endgültig für Ordnung im BIFIE zu sorgen und personelle Konsequenzen durchzusetzen. Andernfalls sehen wir uns veranlasst, nächste politische Schritte zu setzen“, so der ÖVP-Bildungssprecher abschließend.

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