ARBÖ: Maut-Wucher in Slowenien - Harte Strafen und strenge Kontrollen

Slowenien muss sich bei Vignetten-Preisen nach unten bewegen

Wien (OTS) - Nicht genug damit, dass Slowenien mit seinem Maut-Wucher in ganz Europa für berechtigte Empörung sorgt, setzt es für Maut-Sünder in Slowenien auch noch horrende Bußgelder und strenge Kontrollen. "Gleich bei den Grenzübergängen lauern mit Feldstechern ausgerüstete Maut-Sheriffs auf ihre Opfer", berichten Augenzeugen dem ARBÖ.

Zwischen 300 und 800 Euro muss man in Slowenien berappen, sobald man ohne Maut-Vignette erwischt wird. Wer die Strafe nicht an Ort und Stelle begleicht, dem werden Führerschein, Zulassungsschein und Reisepass abgenommen, informiert der ARBÖ. Die örtlichen Behörden in Slowenien behalten die Dokumente solange, bis die Strafe beglichen ist. Bis zu sechs Monaten kann der Entzug der Dokumente dauern und auf Beschluss der Behörden sogar noch um weitere sechs Monate verlängert werden.

Was den geplanten Maut-Wucher der Slowenischen Regierung betrifft, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der ARBÖ setzt auf Gespräche von Bundesministerin Doris Bures mit Slowenien, auf weiteren Druck auf Brüssel (über den Verbund Europäischer Automobilclubs - EAC, dem auch der ARBÖ angehört) sowie auf das Slowenische Parlament, das den geplanten Maut-Wucher erst noch absegnen müsste. "Wichtig für alle Touristen ist der Preis der geplanten Monats-Vignette: Es kann nicht sein, dass diese mit 35 Euro gleich viel kosten soll, wie die bisherige Halbjahres-Vignette", streicht der ARBÖ die Unverhältnismäßigkeit hervor. "Slowenien muss sich bei den Vignetten-Preisen definitiv noch nach unten bewegen. Gerade in Krisenzeiten, wo Autotouristen ohnehin jeden Cent drei Mal umdrehen müssen, ist eine derartige Mautpolitik eines EU-Mitgliedsstaates kontraproduktiv."

Österreich ist von diesem Maut-Wucher besonders stark betroffen, da Kroatien als beliebtestes Ziel der Autourlaubsreisenden am besten über Slowenien zu erreichen ist. Wegen der Wirtschaftskrise werden heuer noch mehr Urlauber in ganz Europa auf das Auto umsteigen, sodass sich der Maut-Wucher in Slowenien noch gravierender auswirkt.

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