Bad Fischau-Brunn: Pilotprojekt zu Rotlicht-Überwachungskameras an Eisenbahnkreuzungen startet

Rotlicht wird an Eisenbahnkreuzungen genau so gerne ignoriert wie im Straßenverkehr. Ein Pilotprojekt testet den Effekt von Überwachungskameras auf die Anhaltebereitschaft.

Wien (OTS) - Schon im "normalen" Straßenverkehr bewegt eine rote Ampel die Verkehrsteilnehmer nicht immer dazu, auch wirklich stehen zu bleiben. Tödlich endet das Missachten des Rotlichts meist, wenn sich Straße und Eisenbahnschienen kreuzen, da ein in Fahrt befindlicher Zug bei einer Vollbremsung erst nach mehreren hundert Metern zum Stillstand kommt. Im Jahr 2008 kam es in Niederösterreich zu insgesamt 14 Unfällen an Eisenbahnkreuzungen. Abgesehen von der großen Gefahr, in die sich Fahrzeuglenker selbst bringen, ist das Nichtbeachten des Rotlichts bei Eisenbahnkreuzungen auch ein Vormerkdelikt. Im Sinne der Unfallreduktion hat das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit daher ein Pilotprojekt gestartet, bei dem der Einsatz von Rotlicht-Überwachungskameras an Eisenbahnkreuzungen getestet wird.

Am 18. Mai beginnt im Rahmen dieses Projekts im Gemeindegebiet Bad Fischau-Brunn eine sechswöchige Überwachungsphase an einer Eisenbahnkreuzung mit der Wiener Straße, die mit einer Lichtzeichenanlage gesichert ist. Dabei wird untersucht, wie sich das Verhalten von Fahrzeuglenkern im Vergleich zur Situation ohne Überwachungskamera verändert. Die Verkehrsteilnehmer werden mit einem Hinweisschild auf die Überwachungskamera aufmerksam gemacht.

Auch ohne Überwachung: Zeichen erkennen - richtig handeln!

Jedes Jahr werden mehrere Millionen Euro in die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen investiert. Aber auch die Verkehrsteilnehmer müssen investieren: Nämlich Rücksicht und Vorsicht. Wenn die Zeichen und Signale akzeptiert und beachtet werden, sind Fahrzeuglenker und Lokführer auf jeden Fall sicherer unterwegs.

  • Eisenbahnkreuzungen werden durch Gefahrenzeichen angekündigt - ab diesen Zeichen ist erhöhte Konzentration gefragt.
  • Beachten Sie unbedingt die Geschwindigkeitsbeschränkungen vor Eisenbahnkreuzungen.
  • Wo Sie das Schild "Pfeifsignal" sehen, ist keine ausreichende Sicht auf den herannahenden Zug gegeben. Daher ist hier aufmerksames Horchen besonders wichtig.
  • Bei einer "Stop"-Tafel halten Sie an der Haltelinie oder drei Meter von der ersten Schiene entfernt an.
  • Gelbes Licht bedeutet "Halt". Sie dürfen nur weiterfahren, wenn ein sicheres Anhalten nicht mehr möglich ist.
  • Bei rotem Licht, sich schließenden sowie geschlossenen Schranken oder läutender Glocke dürfen Sie niemals weiter fahren.
  • Warten Sie das vollständige Öffnen der Schranken bzw. das Ende aller optischen oder akustischen Signale ab.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Dolores Omann
Marketing & Kommunikation
Tel.: 0577077-1904
E-Mail: dolores.omann@kfv.at

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