Geschäftsergebnisse der österreichischen Versicherungswirtschaft

2008: Wachstum trotz Finanzkrise

Wien (OTS) - Obwohl die Finanzkrise im dritten Quartal schon deutlich zu spüren war, verzeichnete die österreichische Versicherungswirtschaft 2008 gestiegene Prämieneinnahmen von über 16 Milliarden Euro. Die im gleichen Zeitraum ausgezahlten Versicherungsleistungen beliefen sich auf mehr als 11 Milliarden Euro. 2009 wird für die österreichische Wirtschaft ein herausforderndes Jahr, die heimischen Versicherungen rechnen mit einer Stagnation der Prämieneinnahmen, allenfalls mit einem geringen Plus.

Trotz schwieriger Wirtschaftslage setzte die österreichische Versicherungsbranche ihren Wachstumskurs auch im Jahr 2008 fort: In Summe legten die Prämieneinnahmen der privaten Versicherungswirtschaft um 2,1 Prozent auf 16,214 Milliarden Euro zu. Gleichzeitig stiegen auch die Versicherungsleistungen um 7,3 Prozent auf 11,549 Milliarden Euro.

Nach ersten Prognosen für das Jahr 2009 könnten sich die gesamten Prämieneinnahmen in einer Bandbreite von - 1,9 bis + 0,8 Prozent auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2008 halten.

Alters- und Gesundheitsvorsorge

Mit einem Plus von 2,2 Prozent kletterte das Prämienvolumen der Sparte Lebensversicherung auf 7,362 Milliarden Euro. Die Einmalerläge erreichten 2008 ein Plus von 3,6 Prozent und beliefen sich auf 1,825 Milliarden Euro, das laufende Geschäft in der Lebensversicherung wuchs um 1,7 Prozent auf 5,536 Milliarden Euro. In der fondsgebundenen Lebensversicherung erhöhten sich die Prämieneinahmen 2008 um 23,7 Prozent auf 3,135 Milliarden Euro, in der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge wurden Prämien in Höhe von 825 Millionen Euro - das ergibt einen Zuwachs von 14 Prozent -eingenommen.

Insgesamt wurden 2008 in der Lebensversicherung 5,449 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 10,4 Prozent, an die Kundinnen und Kunden der Lebensversicherung ausbezahlt.

2009 könnten die allgemeine Unsicherheit und die schlechten Wirtschaftsaussichten auch auf langfristige Vorsorgeprodukte einwirken. Die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung könnten infolgedessen verglichen mit 2008 um einen Wert zwischen 4,7 und 1,2 Prozent schrumpfen.

Die private Krankenversicherung erreichte 2008 ein Prämienplus von 3,5 Prozent und belief sich gesamt auf 1,535 Milliarden Euro. Im selben Jahr wurden 1,047 Milliarden Euro an Leistungen, das ist ein Plus von 2,2 Prozent, an die Krankenversicherten ausgezahlt.
Die Prognosen für 2009 sehen für die private Krankenversicherung wiederum ein Prämienplus von bis zu 3,2 Prozent vor.

Schaden-/Unfallversicherung

Das Prämienaufkommen der Sparte Schaden-/Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) erzielte 2008 ein Plus von 1,9 Prozent und stieg auf 7,318 Milliarden Euro. Das durch die Zunahme an Naturgefahren bereits hohe Niveau der Versicherungsleistungen erfuhr 2008 wieder eine Steigerung um 5,2 Prozent auf 5,054 Milliarden Euro. Verantwortlich war nicht zuletzt auch wieder eine Zunahme an Einbruchdiebstählen - ein Trend, der sich im ersten Quartal 2009 bereits fortgesetzt hat.
Prognosen sehen für 2009 in dieser Sparte ein leichtes Prämienwachstum, das zwischen + 0,1 und + 2,1 Prozent liegen könnte.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung erreichte 2008 ein Prämienvolumen von 1,755 Milliarden Euro (- 2,1 Prozent), die Kfz-Kaskoversicherung stieg um 0,7 Prozent auf rund 1,045 Milliarden Euro.
Für die Kfz-Haftpflichtversicherung wird 2009 auf Grund des aktuellen Umfeldes mit einem Prämienrückgang gerechnet, der zwischen - 3,6 und - 2,0 Prozent liegen könnte.

Stabiler Sektor Versicherungswirtschaft

Trotz der Auswirkungen der globalen Finanzkrise stellen die heimischen Versicherungen einen der stabilsten Pfeiler der heimischen Wirtschaft dar. Die vertraglichen Ansprüche und das verwaltete Kapital der österreichischen Versicherungskundinnen und Kunden sind sicher, das Geschäftsmodell "Versicherung" bewährt sich.
Per Ende 2008 hielten Österreichs Versicherungsunternehmen Vermögenswerte in Höhe von 87,698 Milliarden Euro. Diese setzten sich hauptsächlich aus Schuldverschreibungen, Fonds, Liegenschaften, Darlehen und Guthaben zusammen, die Aktienquote betrug 4,07 Prozent. Als zukunftsorientierte Branche suchen die heimischen Versicherungen auch wieder Personal: bis 2010 sollen 2.000 neue Stellen in der Kundenberatung besetzt werden. Die Versicherungswirtschaft ist sich auch ihrer Verantwortung für Schulabgänger bewusst und unterstützt ihre Arbeitsplatzsituation mit der Aufstockung der angebotenen Lehrstellen auf 700 im Jahr 2009.

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