Wurm: Gläserne Decke beim Polizeidienst aufbrechen

Ausbau der Frauenförderung bei der Exekutive

Wien (SK) - Anlässlich der heute im Parlament stattfindenden Budgetsitzung zum Innenressort erinnerte SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm an die Notwendigkeit, frauenfördende Maßnahmen im Polizeidienst auszubauen und durch eine positive Diskriminierung den Frauenanteil bei der Polizei zu erhöhen. "Die gläserne Decke im Polizeidienst muss so wie in anderen Bereichen auch durchbrochen werden", so Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. In diesem Zusammenhang betonte Wurm die Notwendigkeit von wichtigen Projekten wie das Kindergarten-Pilotprojekt in Salzburg, das sicherlich einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie dient. "Obwohl sich immer mehr Frauen für den Polizeidienst interessieren, ist der derzeitige Anteil von unter 12 Prozent noch immer zu gering", so die SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin.****

"Vielfach sind Karrieren im Polizeidienst nach wie vor an herkömmlichen Männerbiografien orientiert", so Wurm und, "die hohen Anforderungen des Polizeiberufes an Flexibilität und Belastbarkeit der BeamtInnen stellen vor allem für Familien eine besondere Herausforderung dar". Gerade zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollen polizeiinterne Kinderbetreuungseinrichtungen und die notwendige Infrastruktur, wie zum Beispiel flexiblere Arbeitszeitgestaltung und Teilzeitmöglichkeiten geschaffen werden. Neben Kinderbetreuungseinrichtungen spricht sich die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin insbesondere für den Ausbau des sogenannten "Pool-Modells" aus. Diese Pools haben das Ziel, ausgebildete PolizistInnen für Beamte in Karenz zur Verfügung zu stellen.

"Im Rahmen eines solchen Job-Rotation-Modells könnten Engpässe vermieden werden", erklärte Wurm. Neben den angeführten Vorschlägen machte Wurm auf die Notwendigkeit von mehr MigrantInnen bei der Polizei aufmerksam. "Hier ist gerade Wien beispielhaft in Österreich", betonte Wurm, die spezifisches sprachliches und kulturelles Hintergrundwissen für den Polizeidienst für unumgänglich hält. "MigrantInnen bei der Exekutive sind zum einen Role-Modell und zum anderen Teil eines niederschwelligen Sicherheitskonzeptes", so Wurm abschließend. (Schluss) df/mp

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