BZÖ-Markowitz: "Rat auf Draht" braucht Unterstützung

Wien (OTS) - "Rat auf Draht", die Servicehotline des ORF für
Kinder und Jugendliche steht vor einem möglichen Aus, warnt BZÖ-Jugendsprecher Abg. Stefan Markowitz. Rund 600.000 Euro kostet diese Einrichtung pro Jahr, die Hälfte dieser Summe muss von der öffentlichen Hand aufgebracht werden. Bisher haben die Bundesländer, sowie das Unterrichts-, Innen- und Familienministerium die Kosten getragen .
"Rund 116.000 ratsuchende Kinder und Jugendliche wurden im Jahr 2008 alleine telefonisch betreut, neben 4000 Onlineberatungen (die in Zukunft immer stärker genutzt werden). Rund ein Drittel der Anrufe betreffen Gesundheitsthemen wie u.a. Selbstverletzungen, Sexualität, oder Bulimie. Doch gerade das Gesundheitsministerium ist durch die Neuaufteilung abhanden gekommen", kritisiert Markowitz.
Dabei habe sich "Rat auf Draht" im Laufe der Jahre als unverzichtbar für Kinder- und Jugendliche erwiesen, das Team besteht aus 15 permanent beschäftigten Mitarbeitern wie Juristen, Psychologen, Lebens- und Sozialberater, Pädagogen und Psyhotherapeuten .

Bei der nächsten Aufsichtsratssitzung des ORF werde das Thema wieder zur Sprache kommen, weil die definitive Zusagen zur Finanzierung für 2010 fehlen, erklärte Markowitz. Zur Beratung und Hilfe für die Jugendlichen, gerade in der momentan auch wirtschaftlich schweren Zeit, müssen rasch die fehlenden 300.000 Euro aufgetrieben werden. Markowitz: "Länder und betroffene Ministerien, die sich ja eine eigene Hotline sparen, müssen weiterhin ihren Beitrag leisten und sollen den "Rat auf Draht" für Jugendliche mitfinanzieren." Dabei dürfe es künftig auch nicht ein Feilschen bis zur letzten Sekunde geben.

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